Hochwasser-Chaos in Brasilien: 45 Tote

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Tagelange massive Überschwemmungen haben im Nordosten Brasiliens eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

São Paulo/Recife - Tagelange massive Überschwemmungen haben im Nordosten Brasiliens eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens 45 Menschen sind ums Leben gekommen, zahlreiche werden vermisst.

Mindestens 45 Menschen starben in den Bundesstaaten Alagoas und Pernambuco. Zehntausende sind weiter auf der Flucht vor den Schlamm- und Wassermassen; Hunderte werden noch vermisst.

Präsident Luiz Inácio Lula da Silva überflog am Donnerstag das Katastrophengebiet mit dem Hubschrauber. Armee und Rettungsdienste sind im Einsatz, um Hilfslieferungen zu verteilen. Vielerorts wurden Behelfsbrücken installiert und Feldlazarette aufgebaut. Das ganze Ausmaß der Katastrophe war aber auch am Donnerstag, fast eine Woche nach Beginn der Überschwemmungen, noch nicht abzusehen.

"Ich habe keine Stadt mehr"

Viele Orte sind seit Tagen ohne Strom und Trinkwasser. Einige, an Flüssen gelegene Orte wurden nach lokalen Medienangaben fast völlig zerstört. Dazu zählten unter anderem die Gemeinden Rio Largo, Branquinha, Vicosa und Santanda de Mundaú. Dort stehe kein Stein mehr auf dem anderen, berichteten Reporter aus der Krisenregion.

“Ich habe keine Stadt mehr. Die Stadt ist verwüstet. Branquinha ist am Ende“, sagte Renata Moraes, Bürgermeisterin des in Alagoas gelegenen, mehrere tausend Einwohner zählenden Ortes Branquinha. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass etwa 30 000 Häuser zerstört oder beschädigt wurden. In Mitleidenschaft gezogen wurden auch zahlreiche Straßen, Brücken und Eisenbahnlinien.

dpa

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