In Guatemala

Ex-Vizepräsidentin soll mit Drogenkartell kooperiert haben

Sie soll Geld angenommen und sogar in einem Bandenkrieg geholfen haben: Nun wurde die ehemalige Vizepräsidentin von Guatemala verhaftet.

Guatemala-Stadt - Guatemalas frühere Vizepräsidentin Roxana Baldetti soll gemeinsame Sache mit dem mexikanischen Drogenkartell Los Zetas gemacht haben. Während des Wahlkampfes habe sie Geld von dem Verbrechersyndikat angenommen, zitierte die Zeitung „Prensa Libre“ am Freitag aus dem Auslieferungsgesuch der USA. Baldetti sitzt derzeit wegen Korruptionsvorwürfen in Guatemala in Untersuchungshaft. Die Vereinigten Staaten haben ihre Auslieferung wegen Drogenhandels beantragt.

Baldetti habe mindestens 250 000 US-Dollar von den Zetas erhalten, hieß es in dem Auslieferungsgesuch. Im Gegenzug habe sie dafür gesorgt, dass das Kartell ungestört Drogen durch Guatemala schmuggeln konnte. Außerdem habe Baldetti den Zetas dabei geholfen, eine rivalisierende Bande aus dem Weg zu räumen.

Los Zetas wurden von desertierten Elitesoldaten gegründet und dienten zunächst dem mexikanischen Golf-Kartell als bewaffneter Arm. Später machte sich die Gruppe selbstständig und betreibt heute eine Art kriminelles Franchise-System. Mit dieser Strategie dehnten sie ihren Einfluss bis nach Mittelamerika aus.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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