Hund erbt Millionen - Sohn geht fast leer aus

Miami - Dass man den Liebsten etwas Geld hinterlässt, ist normal. Dass es Millionen sind, nicht. Und schon gar nicht, wenn der Erbe ein Hund ist. "Conchita" macht deshalb in den USA Schlagzeilen.

Sie ist erst ein paar Jahre alt, kann weder lesen noch schreiben, besitzt aber schon Millionen - und ist ein Hund. In US-amerikanischen Medien erregt derzeit “Conchita“ Aufsehen.

Ihre Besitzerin hat der Chihuahua-Hündin neben allerlei Luxus drei Millionen Dollar hinterlassen - mehr als ihrem eigenen Sohn. Der klagt jetzt gegen das Testament und ist dabei in alter Familientradition.

“Verrückt sind arme Leute. Ich bin exzentrisch“, sagt Dennis Hopper als reich gewordener Wahnsinniger in dem Film “Speed“ und als beides - reich und exzentrisch - musste auch Gail Posner gelten. Ihr Vater, ein ebenso erfolgreicher wie umstrittener Investor, hatte seinen Kindern Hunderte Millionen Dollar hinterlassen. Manche Schätzungen reichen gar bis zu einer Milliarde, aber so genau weiß das vermutlich nicht einmal die Familie. Denn kaum war Victor Posner vor acht Jahren mit 83 Jahren gestorben, ging der Streit um sein Erbe los.

Wau, wau! Luxus für den Hund

Hunde - Luxus
Schau mir in die Augen Kleines! Wer kann da schon widerstehen? Hund ist vielen Deutschen liebstes Kind. Das Geschäft mit dem Luxus für den Hund gehört dazu. © dpa
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Sonnenbrille, Wellness oder Abendkleid - für den Hund gibt's fast alles. Auch ein Rosa Kleidchen für den Nachmittag... © dpa
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... oder ein luxuriöses Cashmere-Reiseset. Passt perfekt zur roten Decke auf grünem Rasen. © dpa
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Für Abends etwas Schickes: Grünes Kleid mit Spitze... © dpa
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... oder blauer Tüll, passend zur Augenfarbe, natürlich. © dpa
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Ein Bettchen für Bello. Dazu im selben Design ein Frühstücksgeschirr. © dpa
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Für den Hund gibt's im Hundeshop fast alles. Das Luxus Angebot ist riesig.  © dpa
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Beim Outdoor Festival für Hundefreunde ist für den Shih Tzu eine Sonnenbrille ein wichtiges Accessoire. © dpa
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Und im Hunde-Rucksack haben die Leckerlie für unterwegs viel Platz.  © dpa
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Die Modeindustrie kennt keine Grenzen: Ein Jogging-Anzug für die Sportiven... © dpa
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... ein Regenmäntelchen im Marienkäferlook oder Biene Maja-Design für Chihuahuas... © dpa
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...oder ganz gewagt ein Out-Fit in Leoparden-Optik. © dpa
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Glitzersteine für einen funklenden Auftritt auf dem Gehweg. © dpa
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Lecker: Hochwertiges Material wird auch für Fressnäpfe verwendet. © dpa
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Königlich Speisen in Gold. © dpa
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Wer liebt, der schiebt: Hundebuggys für die Lieblinge.  © dpa
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Ferien vom Herrchen: In den Luxushundehotels Canis Resort können Hunde entspannen. © dpa
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Stilvoll Herumtragen: Mit dem Lieblingsfoto auf der Handtasche geht‘s. © dpa
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Darth Vader und Superman: Die Hunde des damaligen US-Vizepräsidenten Dick Cheney feiern Halloween.  © dpa
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Was zum Spielen: Ein Sex-Toy namens “DoggieLoveDoll“ aus Brasilien soll Hunden viel Spaß machen. © dpa

Posner hatte in zwei Ehen jeweils zwei Kinder, in der ersten die Zwillinge Gail und Steven. Und Gail zeigte jedem, dass sie einen sehr eigenen Geschmack und dafür ausreichend Geld hatte. Rosa schien ihre Lieblingsfarbe zu sein und ihr Lieblingsgeschöpf Conchita. Der Hund wurde mit einem Chauffeur herumkutschiert, bekam nur Erlesenes in den Fressnapf, für Fototermine eine Perücke, ein rosa Plüschbett in Ferrari-Form, ein Diamanthalsband im Werte eines Autos und, ob er wollte oder nicht, sogar Bäderbehandlungen.

Als Posner vor drei Monaten starb, machte ihr Sohn Bret - Tochter Tina war schon 1994 an Drogen gestorben - größere Augen als der Hund. Ihm wurde zwar eine Million Dollar zugesprochen, doch dafür könnte er nicht einmal das Haus kaufen, in dem seine Mutter gewohnt hatte. Die neue Eigentümerin wird auch kaum verkaufen - es ist Conchita. Die erhielt laut “Miami Herald“ nicht nur das 8,3-Millionen-Dollar- Anwesen, sondern auch einen Fonds mit drei Millionen Dollar für Pediküre, Massage und ausreichend Leckerli für mehr als ein Hundeleben.

Von ernst bis kurios: Die wichtigsten Hunde-Urteile

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Darf ein Hund erben? Wer muss haften, wenn ein Passant wegen Hundegebell erschrickt und stürzt? Gibt es ein Besuchsrecht für Hunde? Das sind die wichtigsten Urteile, die jeder Hundebesitzer kennen sollte. © dpa/fkn
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Der Sohn bekam sogar weniger als Posners Hausangestellte, die sich satte 27 Millionen Dollar teilen dürfen. Bret argumentiert jetzt, die Angestellten hätten seine Mutter beeinflusst und sein Anwalt spricht sogar von einem Medikamentencocktail, mit dem die Frau gefügig gehalten worden sei. Bret will gegen das Testament klagen, um an das Haus, die Millionen und vielleicht sogar an das Diamantenhalsband zu kommen.

So schlecht stehen die Chancen gar nicht. Denn im amerikanischen Recht schätzt man Präzedenzfälle und da verweisen Juristen auf Leona Helmsley. Die New Yorker Milliardärin hatte 2007 ihr Vermögen “armen Menschen und bedürftigen Hunden“ hinterlassen, die armen Menschen aber später aus dem Testament gestrichen. Haupterbe mit zwölf Millionen Dollar war ihr Hund “Trouble“ (“Ärger“). Der kleine Malteser bekam fortan Morddrohungen und musste rund um die Uhr bewacht werden - für 100 000 Dollar im Jahr. Doch die Enkel - die Kinder der wegen ihres Geizes und ihrer Manieren “fiese Königin“ genannten Helmsley waren schon vor ihr gestorben - fochten das Testament an und hatten Erfolg. “Trouble“ musste sich mit zwei Millionen Dollar zufriedengeben. Ein Hundeleben.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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