Hunderte nehmen in Suhl Abschied

Ermordete Kinder: Wer hat Marco K. gesehen?

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Die Polizei fahndet nach Marco K., dem Vater der beiden ermordeten Kinder

Suhl - Trauer in Suhl: Freunde, Verwandte und Nachbarn haben von zwei getöteten Kindern Abschied genommen. Nach dem Vater wird mit Haftbefehl gefahndet. Zeugen wollen ihn kurz gesehen haben.

Rund 300 Menschen haben mit einem Trauergottesdienst in Suhl Abschied von zwei getöteten Kindern genommen. Stille sei derzeit die einzige Antwort auf das, was „niemals habe geschehen dürfen“, sagte der Superintendent des Kirchenkreises Henneberger Land, Martin Herzfeld, in seiner Predigt in der Suhler Kreuzkirche.

Ihr Vater soll das sechs Monate alte Mädchen und den knapp zwei Jahre alten Jungen am Dienstag erstickt haben. Der 34-jährige Marco K. ist seitdem verschwunden. Nach ihm wird intensiv gefahndet. Auch umfangreiche Suchaktionen der Polizei brachten bislang kein Ergebnis.

Die Fahnder gingen am Donnerstagabend bei der Suche nach dem Vater neuen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. So soll der 34-Jährige im Norden der Südthüringer Stadt gesehen worden sein, wie Polizeisprecher Fred Jäger am Freitag mitteilte. Am Donnerstagabend hätten Beamte daraufhin vergeblich ein Industriegebiet mit einer ehemaligen Großbäckerei und eine Kleingartenanlage abgesucht. Am Freitag sei die Gegend erneut mit Spürhunden überprüft worden.

Den Zeugenangaben nach soll der gesichtete Mann wie der Vater der Kinder ausgesehen haben. Er habe den Eindruck gemacht, als ob er mehrere Tage im Freien übernachtet hätte, schilderte der Polizeisprecher die Beschreibungen. Nach dem 34-Jährigen wird mittlerweile bundesweit gefahndet. Die Polizei veröffentlichte am Freitag auch ein Foto und eine Personenbeschreibung des Gesuchten.

dpa

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