125.000 Amerikaner ohne Strom

„Isaac“ zu Tropensturm herabgestuft

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Hurrikan "Isaac" verwandelte den See Pontchartrain in tosende Wassermassen.

New Orleans - Hurrikan „Isaac“ hat am Mittwochabend an Stärke verloren und ist wieder zu einem Tropensturm herabgestuft worden. Dennoch bleibe er weiter gefährlich, warnten Meteorologen.

Mit Windgeschwindigkeiten von 112 Kilometern pro Stunde sowie starkem Regen und Sturmböen zog „Isaac“ über den US-Staat Louisiana hinweg. Sein Zentrum befand sich 80 Kilometer west-südwestlich von New Orleans. Etliche Anwohner waren in ihren Häusern oder Autos eingeschlossen. Rettungskräfte versuchten, auf Booten zu Menschen durchzudringen, die in sumpfigen Buchten im ländlichen Louisiana festsaßen.

Spektakuläre Bilder der Naturgewalten

Spektakuläre Bilder der Naturgewalten
Zwischen Australien und Tahiti ist auf dem Meeresgrund ein Vulkan ausgebrochen. © ap
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Seit Montag steigen gewaltige Dampfsäulen und Rauchwolken über dem Seegebiet in der Nähe der Insel Tongatapu empor. © ap
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Der Vulkan liegt etwa zehn Kilometer vor der Südwestküste von Tongatapu. © ap
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In dieser Region gibt es etwa 36 unterseeische Vulkane. © dpa
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Wissenschaftler brachen auf, um die heftigen geologischen Aktivitäten genauer zu untersuchen. © ap
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Bekannter sind die Vulkanausbruche auf den Kontinenten, wie dieser des Vulkans Llaima in Chile aus dem Jahr 2008. © dpa
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Ein Lavastrom verschluckt eine Straße auf der Insel La Reunion im Indischen Ozean. © dpa
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Der bekannteste europäische Vulkan ist der Vesuv in Italien. © dpa
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Auch Flutkatastrophen fordern immer wieder Opfer. Besonders betroffen: flache Regionen wie zum Beispiel Holland. Zu sehen: Im Februar 1953 versinkt die niederländische Provinz Zeeland in einer Sturmflut. © dpa
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Hamburg ist immer wieder von Hochwasser betroffen. Hier steht der Fischmarkt am 1. November 2006 unter Wasser. © dpa
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Im Gegensatz zu normalen Hochwasserüberschwemmungen bringen Sturmfluten die Wassermassen in Sekunden. © dpa
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Nach einem Seebeben fegte am 26. Dezember ein Tsunami über Sri Lanka und Teile Thailands. Über 300 000 Einwohner und Urlauber starben. © dpa
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Aufräumarbeiten nach dem Tsunami auf Sri Lanka. © dpa
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Der Orkan Kyrill fegte 2007 über Deutschland. In Sachsen-Anhalt brach er Hochspannungsmasten wie Streichhölzer. © dpa
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Selbst Lastwagen wurden in Thüringen zum Spielball des Orkans. © dpa
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Über 100 Menschen starben nach einem Erdbeben in Pakistan, bei dem dieser Wohnkomplex einstürzte. © dpa
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Zusammengeschoben wie ein Teppich schaut diese Straße auf der japanischen Insel Hokkaido nach einem Erdbeben am 26. September 2003 aus. © ap

In New Orleans verhängte Bürgermeister Mitch Landrieu wegen herabgefallener Stromkabel und der allgemein unsicheren Lage am Mittwoch eine von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geltende Ausgangssperre. Meteorologen warnten vor einer anhaltenden Lebensgefahr durch Sturmfluten und Überschwemmungen.

Örtliche Behörden erwägen, am östlichen Ufer des Bezirks Plaquemines Parish ein Loch in einen Damm zu schneiden, um das Deichsystem zu entlasten, wie Louisianas Gouverneur Bobby Jindal in Baton Rouge mitteilte. So seien vermutlich bis zu 40 Bewohner der Gegend auf Rettungskräfte angewiesen. Aus Sorge vor Sturmfluten ordneten die Behörden von Plaquemines Parish bereits die Zwangsräumung des Westufers des Mississippi an. Rund 3.000 Menschen sind davon betroffen.

Naturkatastrophen: Das sind die gefährlichsten Länder der Erde

Platz 10 unter den gefährlichsten Ländern im Klimarisiko-Index von Germanwatch belegt China. Alle Daten basieren auf dem Natcatservice des Rückversicherers Munich Re von 1990 bis 2008. © dpa
Den 8. Platz in der traurigen Statistik teilen sich die Philippinen... © dpa
...und die Dominikanische Republik.  © dpa
Indien liegt auf Rang 7. © dpa
Platz 6: Haiti. © dpa
Platz 5: Nicaragua. © dpa
Platz 4: Vietnam © dpa
Honduras ist in Punkto Naturkatastrophen das drittgefährlichste Land der Welt.  © dpa
Platz 2: In Birma sind 95 Prozent der Todesfälle und Zerstörungen auf den Zyklon Nargis von 1998 zurückzuführen. © dpa
Das gefährlichste Land der Erde ist Bangladesch. Es stehe vor allem wegen eines Zyklon 1991 mit 140.000 Toten an erster Stelle, sagte Studienautor Sven Harmeling. Das Land werde zudem auch kontinuierlich von Unwettern heimgesucht. © dpa

Vor genau sieben Jahren hatte der verheerende Hurrikan „Katrina“ die Region heimgesucht. „Isaac“ war deutlich schwächer als „Katrina“, bei dem damals 1.800 Menschen ums Leben kamen.

Welche Schäden „Isaac“ anrichtete, war zunächst nicht klar. „Das wird schlimm werden“, sagte der Leiter der US-Katastrophenschutzbehörde FEMA. Einsatzkräfte würden ausrücken, sobald das Wetter es zulasse. Die Behörden zeigten sich aber zuversichtlich, dass die Auswirkungen von „Isaac“ angesichts der getroffenen Vorkehrungen und Verbesserungen am Deichsystem nicht so verheerend sein werden wie bei „Katrina“.

dapd

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