ICE-Evakuierung: Hasspredigten aufgetaucht

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Dieser ICE wurde am 6. Mai nach dem fund einer verdächtigen CD gestoppt und evakuiert.

Freiburg - Die CD-ROM, die Anfang Mai zur Evakuierung eines ICE-Zugs in Freiburg führte, enthielt nach SWR-Informationen Äußerungen eines deutschsprachigen Hasspredigers.

Auf dem Datenträger seien mehrere ältere Vorträge des Kölner Geschäftsmannes Ibrahim Abou Nagie gefunden worden, meldete der Sender am Dienstag. Das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg habe die von ihm verbreitete Ideologie als bedenklich eingestuft und “eindeutige Tendenzen zu dschihadistischen Inhalten“ festgestellt.

Die CD war im Bordbistro des ICE gefunden worden, nachdem der Zug am Vormittag des 6. Mai in Mannheim in Richtung Interlaken abgefahren war. Bei einem Halt in Karlsruhe nahm die Bundespolizei den Datenträger entgegen. Laut SWR wurde die Evakuierung beschlossen, als die Beamten die Predigten auf dem Datenträger entdeckten und ein Zeuge von zwei Männern berichtete, die im Speisewagen ein Video angesehen und den Zug dann in Mannheim hastig verlassen hätten.

Bilder: CD-Rom mit islamistischen Drohungen stoppt ICE

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Eine anschließende Durchsuchung blieb ohne Erfolg. Auch die Auswertung der Videoüberwachung der betroffenen Bahnhöfe ergab keine Hinweise auf die beiden Männer, wie der SWR unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtete. Ein Polizeisprecher bestätigte auf dapd-Anfrage, dass auf dem Datenträger der Name des Predigers gestanden habe. Infolgedessen sei der Zug gestoppt worden. Was sich tatsächlich auf dem Datenträger befand, sei dann erst später herausgefunden worden.

dapd

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