Christian Rach wird als „Der Restauranttester“ - RTL, 21.15 Uhr

TV-Koch Steffen Henssler: „Ich spreche eine andere Sprache“

Lässt nichts anbrennen: Als „Der Restauranttester“ will Steffen Henssler angeschlagene Betriebe wieder auf den richtigen Weg führen. Wenn das nicht auf Anhieb klappt, wird der 41-Jährige auch mal etwas lauter.

Hilfe für Gasthäuser kurz vor dem Scheitern: Starkoch Steffen Henssler beerbt nach sieben Staffeln Christian Rach als „Der Restauranttester“. Am Konzept der Coaching-Sendung hat sich nichts geändert, und doch will sich der 41-Jährige anders präsentieren als sein Vorgänger.

In der ersten Folge unterstützt Henssler die Betreiber der Remscheider Pizzeria „Piccolino“.

Herr Henssler, auf welche Unterschiede zu den Sendungen mit Christian Rach muss sich der Zuschauer gefasst machen?

Steffen Henssler: Ich spreche eine andere Sprache als Rach. Ich bin viel direkter. Aber das Ziel ist es schließlich, den Restaurants zu helfen. Ich bin nur eine Woche vor Ort und will das nutzen. Wenn ich dann merke, dass es in die falsche Richtung geht, werde ich auch mal etwas lauter und härter.

Waren Sie überrascht von den Missständen, auf die Sie gestoßen sind?

Henssler: Als ich die Sendung mit Rach gesehen habe, dachte ich manchmal: „Ach komm, das habt ihr doch jetzt extra so hingelegt.“ Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass es solche Ausreißer gibt. Da findet man dreckige Tischdecken und Teller, leere Salz- und Pfefferstreuer, Plastikblumen, und auch auf dem Klo gibt es Sachen, die nicht lecker sind. Manche haben sogar falsche Speisekarten, wo einem Zutaten angekündigt werden, die am Ende gar nicht auf dem Teller liegen. Ich brauche nicht länger als eine halbe Stunde, um zu sehen, wo die Problematik liegt.

Werden die Restaurants auch nach den TV-Aufzeichnungen weiter begleitet?

Henssler: Die können mich jederzeit anrufen, und ich helfe gern bei den Rezepten. Einen Wiederbesuch gibt es nach etwa fünf Wochen, wo ich gucke, ob alles läuft. Du kannst einem Restaurantbesitzer zeigen, ein Geschäft zu führen, aber wenn er die Tipps nicht annimmt, heißt das nicht, dass du ein schlechter Lehrer warst. Wenn ich in zwei Jahren sehe, die Hälfte der Restaurants hat es geschafft, dann habe ich alles richtig gemacht.

Welches Konzept braucht ein Restaurant, das Sie empfehlen würden?

Henssler: Auf jeden Fall erst mal eine klare Ausrichtung. Restaurants mit Hunderten Gerichten im Angebot, die Burger, Sushi und Schnitzel auf der Karte haben, sind mit Vorsicht zu betrachten. Da ist unwahrscheinlich, dass alles frisch ist. Aber es geht auch viel ums Wohlfühlen. Ein guter, aufmerksamer Service kann eine mittelmäßige Küche oft rausreißen. Ist das Essen gut, aber der Service schlecht, komme ich nicht wieder.

Von Lasse Deppe

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