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Beim Zelten mit seinen Eltern: Junge (8) geht im Wald verloren – Cleverer Einfall rettet ihm das Leben 

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Von: Carolin Gehrmann

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Ein Camping-Urlaub in den USA endet in einer großen Suchaktion nach einem Achtjährigen, der beim Zelten mit der Familie verloren ging. Wie der Junge allein in der Wildnis überlebte.

Ontonagon (USA) – Der Camping-Urlaub einer Familie im US-Bundesstaat Michigan Anfang Mai 2023 endet in einem Alptraum. Denn der achtjährige Sohn der Familie aus Wisconsin ging dabei verloren, als er im Wald nach Brennholz suchte. Zwei Tage wurde aufwändig nach dem Jungen im rund 60 Hektar großen Porcupine Mountains Wilderness State Park gesucht. Auch rund 150 Freiwillige beteiligten sich daran.

Junge geht beim Campen mit seinen Eltern in der Wildnis verloren

Der Junge war am 6. Mai um die Mittagszeit vom Weg abgekommen und hatte die Orientierung verloren, als er Feuerholz für das Lagerholz sammeln wollte, wie die Michigan State Police in einer Pressemitteilung erklärt. Es war der erste Campingausflug der Familie, an dem auch der Achtjährige teilnahm, sagte die Mutter des Jungen dem Sender CBS zufolge. Was als Abenteuer gedacht war, endet für den Jungen und seine Familie allerdings in einem echten Überlebenskampf.

Porcupine Mountains Wilderness State Park, Michigan
Im rund 60 Hektar großen Porcupine Mountains Wilderness State Park ging der Junge verloren. © Dennis MacDonald/IMAGO

Wenn Kinder verloren gehen, dann hoffen alle Beteiligte, allen voran die Eltern, auf eine schnelle Aufklärung. Bei einer 13-Jährigen aus Kassel gab es kürzlich schnell gute Neuigkeiten. Auch der Fall einer vermissten 14-Jährigen endete mit einer schnellen Entwarnung. Den Eltern des verloren gegangenen Achtjährigen aus Wisconsin blieb allerdings nichts anderes übrig, als sich in Geduld zu üben und das Beste zu hoffen.

Polizei suchte in großer Aktion nach dem verlorenen Jungen – es lag sogar noch Schnee

Ihr Sohn musste sich nämlich zwei Tage lang vollkommen allein durch die Wildnis schlagen und sich „gegen die Elemente verteidigen“, wie die Polizei es in der Mitteilung, nennt. Gar kein so leichtes Unterfangen, denn das riesige Gelände des Nationalparks, der auch „Porky“ genannt wird, gilt den Einsatzkräften zufolge als schwierig. Es befinden sich Hügel und größere Gewässer darauf. Um diese Zeit lag teilweise sogar noch Schnee in dem Nationalpark.

Was der 8-Jährige tat, um in der Wildnis zu überleben, nachdem er beim Campen verloren ging

Der Schnee war für den Jungen, der allein in der Wildnis um sein Überleben kämpfte, allerdings die Rettung. Denn der Junge kam in seiner Not auf einen cleveren Trick: Gegen den Durst habe er sauberen Schnee gegessen, erklärte er später gegenüber seinen Findern. Ganze zwei Tage schlug er sich so durch. Gegen die Kälte hatte er sich mit Blättern und Ästen zugedeckt, um sich notdürftig zu wärmen, wie er sagte.

Nach zwei Tagen wird der Junge gefunden – der Schnee hatte ihm beim Überleben geholfen

Am 8. Mai war der Alptraum schließlich vorbei: Der Junge wird von einem der zahlreichen Rettungsteams, die ihm auf der Spur waren, gefunden – er hatte unter einem Baumstamm Schutz gesucht. Nach seiner Rettung boten die Helfer ihm an, ihn in Sicherheit zu tragen. Doch der Achtjährige lehnte ab: Er wolle zunächst lieber selber gehen, sagte er der Polizei zufolge. Der Junge ist demnach nicht nur ziemlich clever, sondern auch noch ziemlich „tough“.

Viele Erwachsene hätten sich sicher nicht so klug zu helfen gewusst. In eine ziemlich missliche Lage war auch ein 54-jähriger Australier geraten, der sich zwei Tage lang schwer verletzt durch die Wildnis schleppte, ehe er schließlich gerettet wurde.

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