Im Wald ausgesetzter Junge in Japan lebend gefunden

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Reflexion eines Fußgängers auf einem Fernsehbildschirm, mit dem reumütigen Vater des Siebenjährigen japanischen Jungen. Foto: Franck Robichon

Tokio (dpa) - Ein seit Tagen in Japan vermisster Junge, den seine Eltern zur Strafe allein im Wald zurückgelassen hatten, lebt. Soldaten fanden den Siebenjährigen am Morgen auf einem Übungsgelände in einem Bergwald rund fünf Kilometer von der Stelle entfernt, wo die Eltern ihn zurückgelassen hatten.

Der Junge habe den Soldaten seinen Namen genannt, hieß es. Seine Eltern hatten ihn am vergangenen Samstag in einem Waldstück auf der nördlichen Hauptinsel Hokkaido ausgesetzt.

Damit wollten sie ihn bestrafen, weil er fahrende Autos mit Steinen beworfen hatte. Sie ließen ihn aussteigen, kehrten aber fünf Minuten später an die Stelle zurück. Doch da war ihr Sohn nicht mehr da. 180 Polizisten und Soldaten suchten seither nach dem Kind. Zunächst hatte das Ehepaar den Behörden gesagt, dass der Junge beim Beerenpflücken verschwunden sei. Viele Japaner haben inzwischen in sozialen Medien das Verhalten der Eltern scharf verurteilt.

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