Immer mehr Wölfe in Deutschland

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Wölfe sind in Deutschland auf dem Vormarsch.

Waren/Wittstock - Wölfe breiten sich in Deutschland weiter aus. Innerhalb nur eines Jahres hat sich die Zahl der Raubtiere in der Bundesrepublik nahezu verdoppelt.

“Hier leben derzeit 100 bis 120 Tiere, das wären annähernd doppelt so viele wie 2010“, sagte der Wildbiologe Norman Stier der Nachrichtenagentur dpa in Waren. Das gehe aus aktuellen Erhebungen des Freundeskreises wildlebender Wölfe in Deutschland hervor. Die Raubtiere siedelten sich meist auf intakten oder ehemaligen Truppenübungsplätzen an. Seit Ende 2011 lebten zwei dieser Raubtiere auch in Niedersachsen bei Munster.

Was tun, wenn ich einem Wolf begegne?

Wie soll ich mich verhalten, wenn ich einem Wolf begegne? Je mehr sich die Tiere in Deutschland ausbreiten, umso wichtiger wird es, das richtige Verhalten in so einem Fall zu kennen. © dpa-tz
Die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschft betont auf ihrer Homepage: "Mit dem Auftauchen von Wolf und Bär in Bayern muss jederzeit gerechnet werden. Dies gilt umso mehr, weil die Zahl der Wölfe in den Südalpen und Ostdeutschland stetig steigt (...)."  © dpa/dpaweb
Ratschläge für den richtigen Umgang mit einem Wolf gibt etwa die Wolfsregion Lausitz auf ihrer Homepage (http://www.wolfsregion-lausitz.de/faq). © dpa
Eine zufällige Begegnung von Mensch und Wolf, etwa beim Pilzesuchen im Wolfsgebiet, ist sehr selten, da Wölfe den Menschen meist zuerst bemerken und sich dann nicht zeigen. © dpa-mzv
Dennoch ist sie, beispielsweise bei ungünstigen Windverhältnissen, nicht gänzlich auszuschließen. © dpa
Deutlich wahrscheinlicher ist im Wolfsgebiet aber eine zufällige Beobachtung vom Auto aus, wenn ein Wolf nachts eine Straße überquert. © dpa
Grundsätzlich gilt: Wenn Sie einen Wolf sehen, verhalten Sie sich bitte ruhig. © dpa
Bleiben Sie stehen und halten Sie Abstand. © picture-alliance/ dpa
Sprechen Sie das Tier ruhig an, falls es noch nicht auf Sie aufmerksam geworden ist. © dpa
Bevor es (vermutlich rasch) verschwindet, versuchen Sie sich sein Aussehen gut einzuprägen und melden Sie die Sichtung. © picture-alliance/ dpa
Von einem gesunden wildlebenden Wolf geht in der Regel keine Gefahr aus, denn der Mensch zählt nicht zu seiner natürlichen Beute. © dpa
Wölfe meiden normalerweise Begegnungen mit Menschen. © picture alliance / dpa
Sie reagieren auf Menschen mit äußerster Vorsicht und in der Regel nicht aggressiv. © dpa
Berichte über Angriffe aus früheren Jahrhunderten, lassen sich zum größten Teil auf tollwütige Wölfe zurückführen. © dpa
Die instinktive Vorsicht, die gesunde Wölfe vor Menschen haben, kann verloren gehen, wenn die Tiere zum Beispiel über lange Zeit gezielt angefüttert werden. © dpa
Eine daraus resultierende Gewöhnung kann zu problematischen Verhalten führen. © picture alliance / dpa
Weiter heißt es auch: Wölfe können nicht zwischen wildlebenden und domestizierten Huftieren unterscheiden. © picture alliance / dpa
Treffen sie bei ihren Streifzügen auf unzureichend geschützte Nutztiere, zum Beispiel eine Schafherde, ergreifen sie meist ihre Chance auf diese ungewöhnlich leicht zu überwältigende Beute. © picture alliance / dpa

Vor einem Jahr hatte ein Wolf nördlich von Berlin zwischen Wittstock und Waren mehr als 30 Schafe und sogar Rentiere gerissen, was bundesweit Schlagzeilen machte und bei Tierhaltern Angst auslöste. 2011 gab es nach Angaben von Stier mit zwölf Würfen doppelt so viele wie 2010 - erstmals hatten Wolfspaare bei Lehnitz und Jüterbog südwestlich von Berlin jeweils vier bis fünf Welpen. Jetzt bekämen die Wolfs-Männchen in Vorpommern, Nordbrandenburg und in Südwestmecklenburg wahrscheinlich bald weibliche Begleitung.

dpa

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