Immer weniger junge Deutsche rauchen

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Seit 2005 sank die Zahl von Rauchern zwischen 18 und 24 Jahren von 44 auf etwa 35 Prozent.

Hamburg - Junge Menschen rauchen in Deutschland immer weniger. Im Vergleich zum Jahr 2005 sank der Konsum von Glimsstengeln bei 18 bis 24-Jährigen um ein Fünftel und sank auf etwa 35 Prozent.

Junge Menschen rauchen immer weniger. In der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren habe der Anteil der Raucher in den vergangenen fünf Jahren um ein Fünftel abgenommen, teilte der Zigarettenkonzern Reemtsma am Dienstag in Hamburg mit. Nach der Statistik rauchen allerdings immer noch mehr als 35 Prozent der jungen Erwachsenen - 2005 waren es noch gut 44 Prozent.

Insgesamt liegt der Anteil der Raucher in der Bevölkerung relativ stabil bei rund 30 Prozent. Die Krankenkasse DAK teilte mit, dass bei den Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren der Anteil der Raucher auf 13 Prozent gesunken sei und damit nur noch halb so hoch wie vor zehn Jahren. “Die Bemühungen um Aufklärung scheinen nun Früchte zu tragen“, sagte Cornelius Erbe von der DAK . Kinder und Jugendliche seien allerdings nach einer aktuellen Studie besonders durch Tabakwerbung gefährdet. Zu ihrem Schutz müsse Werbung für Zigaretten deshalb ganz untersagt werden.

Reemtsma wehrt sich gegen die Überlegungen auf EU-Ebene, künftig Einheitspackungen für Zigaretten einzuführen und sämtliche Tabakprodukte unter den Ladentisch zu verbannen. “Das wäre ein Dammbruch“, sagte Titus Wouda Kuipers, der scheidende Generalmanager für Deutschland. “Es ist kaum vorstellbar, dass die EU so eingreift in den Wettbewerb.“ Reemtsma habe seine Marken über Jahre aufgebaut. Mit den Maßnahmen würde eine ganze Industrie in ihren Grundfesten erschüttert.

Reemtsma (“John Player Special“, “West“) hat seine Marktposition als zweitgrößter Anbieter in Deutschland gefestigt. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/11 (30.9.) war ungefähr jede vierte in Deutschland verkaufte Zigarette von Reemtsma. Der Umsatz stieg gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres von 467 auf 470 Millionen Euro, das operative Ergebnis von 232 auf 248 Millionen Euro. “Ich bin sehr positiv und zufrieden“, sagte Kuipers.

Der Gesamtmarkt war mit hochgerechnet 116,7 Milliarden Zigaretten ungefähr stabil. Besonders erfolgreich war die Marke JPS, die sich mit mehr als zehn Prozent Marktanteil als zweitgrößte deutsche Zigarettenmarke hinter Marlboro etabliert hat. Kuipers erwartet nicht, dass sich der deutsche Markt durch die Erhöhung der Preise um 20 Cent je Packung zum 1. Mai wesentlich verändert - profitieren würden am ehesten preisgünstige Zigaretten und der Feinschnittbereich, in dem Reemtsma auch aktiv ist (“Drum“).

Kuipers hat zum 1. Mai für den Reemtsma-Mutterkonzern Imperial Tobacco die Leitung für die westeuropäischen Länder übernommen, sein Nachfolger für Deutschland und die Schweiz soll in nächster Zeit bekanntgegeben werden.

dpa

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