Immer weniger Menschen in Deutschland

Luxemburg - Deutschland wird auf lange Sicht immer weniger Bürger haben - und sich darauf einstellen müssen, von anderen EU-Ländern überholt zu werden.

Wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte, dürften zwischen Flensburg und Bodensee im Jahr 2060 nur noch gut 66 Millionen Menschen leben. Im vergangenen Jahr waren es noch fast 82 Millionen. Die Bevölkerungszahl Frankreichs wächst hingegen weiter, unter anderem dank einer höheren Geburtenrate. Die “Grande Nation“ wird in knapp 50 Jahren auf knapp 74 Millionen Bürger kommen, das wären 9 Millionen mehr als noch 2010. Auch Großbritannien legt kräftig zu: 79 Millionen Menschen soll es 2060 geben nach 62 Millionen 2010.

Noch ist Deutschland das bevölkerungsreichste Land der EU. Sollten sich die Prognosen der Statistiker bewahrheiten, würde in 50 Jahren Großbritannien an der Spitze stehen. Stark wachsen wird die Bevölkerung auch in Irland, Luxemburg, Zypern oder Belgien. Die stärksten Rückgänge gibt es in Bulgarien, Rumänien, Lettland, Litauen und in Deutschland. Zu den Gründen der sehr unterschiedlichen demografischen Entwicklungen äußerten sich die Chefstatistiker der Union nicht im Detail.

Mit Stand Januar 2010 lebten in den 27 EU-Ländern 501 Millionen Menschen. Die Bevölkerungszahl soll bis 2035 zunächst einen Spitzenwert von 525 Millionen erreichen. 2060 wird dann nur noch mit eine Zahl von 517 Millionen EU-Bewohnern gerechnet. Ein weiterer Trend, der sich fortsetzt: Die EU “altert“ weiter. Demnach würde 2060 bereits jeder Achte über 80 Jahre alt sein. In Deutschland würden die über 65-Jährigen dann rund 33 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

dpa

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