Airedale-Terrier hat einen Fanclub und ist in Deute bekannt wie ein bunter Hund

Immer wieder Post für Airedale-Terrier Henry

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Airdale Henry mit Frauchen Diana Freudenstein (rechts) und seinem Fanclub: von links Joline Umbach (8), Alice Fritzsche (8) und Meeri Weiss (7).

Deute. Airedale-Terrier Henry ist zwar einfarbig braun, aber im Gudensberger Stadtteil Deute mindestens genauso bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Denn Henry ist nicht nur kuschelig wie ein Plüschtier und von ausgesprochen freundlichem Wesen, er bekam sogar schon einmal Post von Guido Westerwelle.

„Das war vor der Wahl 2009“, erinnerte sich Diana Freudenstein, die Besitzerin von Henry. Adressiert an „Herrn Henry Freudenstein“ sei ein Brief angekommen, in dem der damalige FDP-Vorsitzende Westerwelle um Henrys Stimme zur Bundestagswahl gebeten habe, offensichtlich nicht wissend, dass Henry ein Hund ist.

Vergangenes Jahr habe eine Versicherung Herrn Henry Freudenstein eine private Krankenversicherung angeboten und kürzlich kam von BMW ein Angebot für ein schickes Auto. Diana Freudenstein schickte die angehängte Postkarte für eine Probefahrt zurück mit dem Hinweis, dass die Firma sich an einen Hund gewandt hatte. Vielleicht gäbe es ja für Henry ein tiefer gelegtes Modell, in das er besser einsteigen könne, scherzte sie.

Denn Henry ist inzwischen elf Jahre alt und mit dem Treppensteigen klappt es nicht mehr so gut wie früher. Doch Freude an den täglichen Spaziergängen hat er nach wie vor, besonders, wenn er draußen seinen Fanclub trifft. Der besteht aus drei Deuter Mädchen, die den Hund so gerne mögen, dass sie einen „Henry-Fanclub“ gegründet haben.

„Wir haben schon viele Kuschelabenteuer mit Henry erlebt“, erzählte die achtjährige Joline Umbach. Sie setzen ihn sogar als Spürhund ein – mit mehr oder weniger Erfolg. Aber Henry eigne sich auch prima zum Spielen und Streicheln, finden die Drei. Kekse, selbst gemacht „Er ist total lieb und macht alles mit“, sagt Diana Freudenstein, die für ihren Vierbeiner sogar Hundekekse backt.

Die Idee, Hundeleckerlis selbst herzustellen, sei aus der Not geboren, erklärte sie. Henry habe auf gekaufte Leckerlis mit Blähungen und Durchfall reagiert. Von einer Kollegin bekam sie ein Rezept für Hundekekse, und diese Kekse habe ihr Hund gut vertragen, vielleicht weil sie frei von Zucker, Farb- und Konservierungsstoffen seien. Auch bei anderen Hunden kamen die selbstgebackenen Kekse gut an. „Ich war verblüfft, wie gerne die gefressen werden“, berichtete die junge Frau, die inzwischen 15 verschiedene Sorten Hundekekse in lustigen Formen wie Knochen, Pfötchen, Hütte und Baum backt und sie auf dem Oster- und Weihnachtsmarkt in Gudensberg anbietet. Gut durchgetrocknet, seien die Kekse monatelang haltbar, erklärte sie. Zur Aufbewahrung eigneten sich Pappkartons.

Bücher zum Backen für Hunde

„DoggyBag: Backen für Hunde“ von Jürgen Wenz.

„Hundekekse selber backen“ von Mary MacPherson.

„Die besten Hundekekse“ von Jonna Anne.

Von Bettina Mangold

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