Tödliche Unfälle

In den bayerischen Bergen starben 89 Menschen

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Die meisten Todesfälle gab es beim Wandern und Bergsteigen.

Bad Tölz - Einmal gestolpert, und schon stürzt der Wanderer vom vermeintlich harmlosen Steig den Hang hinab. Doch obwohl immer mehr Menschen in den Bergen unterwegs sind, sind die Unfallzahlen konstant. Allerdings ändern sich die Rettungseinsätze - auch wegen der vielen Rentner.

In den bayerischen Bergen sind in diesem Jahr bislang 89 Menschen bei Alpinunfällen ums Leben gekommen. Dies geht aus der Unfallstatistik der Bergwacht Bayern hervor, in dem die Einsätze seit Dezember 2015 berücksichtigt sind.

Die meisten Todesfälle gab es beim Wandern und Bergsteigen (45). Doch auch beim Mountainbiken starben in diesem Jahr sieben Menschen. Auf der Skipiste, wo jedes Jahr die meisten Unfälle passieren, kam ein Skifahrer ums Leben.

Sowohl die Zahl der tödlichen Unfälle als auch die der rund 7000 Rettungseinsätze der ehrenamtlichen Helfer sind nach Angaben der Organisation mit Sitz in Bad Tölz mit den Zahlen der vergangenen Jahre vergleichbar. "Je nach Wetterlage gibt es immer leichte Schwankungen. Aber die Zahlen bewegen sich seit ein paar Jahren auf etwa gleichem Niveau", sagte Bergwacht-Sprecher Thomas Griesbeck.

Die Anzahl derer, die die Bergwelt für Erholung und Sport nutzten, nehme dagegen zu. Vor allem immer mehr rüstige Rentner verbringen ihre Freizeit in den Bergen, wie Griesbeck erläuterte. Durch den demografischen Wandel sei auch eine Verschiebung der Rettungseinsätze vom Wochenende auf die Wochentage zu beobachten. "Fünfzig Prozent unserer Einsätze haben wir inzwischen unter der Woche."

Griesbeck hat noch einen weiteren Trend ausgemacht: Immer mehr Menschen sind in den Bergen mit E-Bikes unterwegs. Bei den Unfallzahlen schlage sich diese Entwicklung bislang aber noch nicht nieder.

Die Bergwacht in Bayern hat 3200 ehrenamtliche Einsatzkräfte und 300 Stützpunkte in den Bergen - davon 90 Rettungswachen im Talbereich. Die Bergwacht gehört zum Bayerischen Roten Kreuz.

dpa

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