Indien schießt erstes Weltraum-Observatorium ins All

+
Indien hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Erfolge in der Weltraumforschung feiern können. 2008 landete eine indische Mission auf dem Mond. Foto: Indian Space Research Organization

Seit einigen Jahren greift Indien nach den Sternen - und das sehr erfolgreich. Auf dem Mond ist die Nation gelandet, eine Sonde hat sie zum Mars geschickt. Nun folgt ein Observatorium.

Neu Delhi (dpa) - Das aufstrebende Schwellenland Indien hat sein erstes Weltraum-Observatorium ins All geschossen. Der Flug der Trägerrakete und das Absetzen des Satelliten in 650 Kilometer Höhe seien erfolgreich verlaufen, sagte ein Sprecher von Indiens Weltraumforschungsgesellschaft ISRO.

Mit Hilfe des 1513 Kilogramm schweren Satelliten sollen unter anderem die Geburt von Sternen sowie die energetischen Prozesse in Systemen mit Neutronensternen und Schwarzen Löchern untersucht werden. Die Instrumente sind nach ISRO-Angaben in der Lage, ein großes Spektrum an elektromagnetischen Wellen gleichzeitig zu empfangen: optisches und ultraviolettes Licht sowie Röntgenstrahlung.

Indien hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Erfolge in der Weltraumforschung feiern können. 2008 landete eine indische Mission auf dem Mond, seit dem vergangenen Jahr umkreist eine unbemannte Sonde den Mars. Für 2017 ist eine Landung mit einem Roboterfahrzeug auf dem Mond geplant, außerdem arbeitet Indien an einer Kapsel für die bemannte Raumfahrt.

Der neue Satellit namens "Astrosat" solle fünf Jahre lang Daten zur Erde senden, sagte der ISRO-Sprecher weiter. Indien gehöre jetzt zusammen mit den USA, Japan, Russland und Europa zu den wenigen, die ein Observatorium im Weltraum betrieben.

Die Trägerrakete brachte im gleichen Flug auch sechs Satelliten anderer Staaten in ihre Umlaufbahn, darunter erstmals auch aus den USA. Der Raketentyp "PSLV" ist Indiens verlässlichster Lastenesel, er hat inzwischen 31 Flüge hinter sich.

Broschüre von ISRO zu Astrosat

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.