Artenschutz

Indiens Premier will sichere Tigerlebensräume schaffen

Bengalischer Tiger
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In Indien leben Bengal-Tiger - sie werden auch Königs- oder Indischer Tiger genannt.

Der Tierschutzorganisation WWF zufolge ist Indien ein Schlüsselland beim Tigerschutz. Indiens Regierung will nun das Zusammenleben der bedrohten Tiere und der Menschen stärker in den Fokus nehmen.

Neu Delhi - Indien bemüht sich nach Angaben von Premier Narendra Modi um sichere Lebensräume für Tiger. Beim Schutz sollen auch in der Nähe lebende Menschen einbezogen werden.

Dabei werde sein Land durch eine Jahrhunderte alte Tradition, mit Flora und Fauna in Harmonie zu leben, inspiriert, sagte der Politiker anlässlich des Welttigertages.

Indien ist nach Angaben der Tierschutzorganisation WWF ein Schlüsselland beim Tigerschutz, da dort mehr als 70 Prozent der Tiger weltweit lebten. Die Zahl der Raubtiere hatte sich in den vergangenen Jahren nach indischen Angaben zudem erhöht - von 2226 im Jahr 2014 auf 2967 im Jahr 2018.

Menschen in Indien, die in der Nähe von Wäldern leben, haben traditionellerweise eine hohe Toleranz für gefährliche Tiere - inklusive Tiger, sagt der Gründer des Centre for Wildlife Studies in der indischen Stadt Bangalore, Ullas Karanth. Doch es gebe Probleme, wenn die Zahl der Tiger steige, ihre Lebensräume aber schrumpften und sich die Raubtiere Menschen und ihren Nutztieren näherten. So entschieden sich Menschen teils Tiger zu töten und teils würden Tiger auch in Unfällen mit von Menschen gemachter Infrastruktur wie Straßen sterben.

Zwischen 2018 und 2020 starben in Indien nach Behördeninformationen 303 Tiger, davon 112 wegen natürlichen Ursachen - inklusive Kämpfe um Lebensraum und dem Töten von Jungtieren - und die anderen wegen Wilderei, Unfällen oder anderen Konflikten mit Menschen. dpa

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