Indonesien: Acht Menschen in Asyllager getötet 

Medan/Indonesien - Muslimische Asylbewerber aus Birma haben am Freitag in einem Lager in Indonesien acht buddhistische Landsleute getötet.

Anlass für die blutige Auseinandersetzung waren offenbar die schweren Unruhen zwischen Buddhisten und der muslimischen Minderheit in Birma im vergangenen Monat, bei denen Dutzende von Menschen getötet worden waren. Moscheen und Wohnhäuser wurden angesteckt, tausende Muslime mussten fliehen.

In dem Asyllager in Nord-Sumatra nahe der Provinzhauptstadt Medan befanden sich zum Zeitpunkt des Streits mehr als hundert muslimische Birmaner sowie elf buddhistische Fischer. Der Streit brach laut Augenzeugen los, nachdem ein Muslim einen Buddhisten mit den Berichten über die Ausschreitungen konfrontiert hatte. Die Gruppen gingen mit Messern und Steinen aufeinander los. Auch fünfzehn Muslime wurden bei dem Streit verletzt.

Die indonesischen Behörden untersuchen den Vorfall. Insbesondere soll geklärt werden, wie die Insassen an die Messer gelangten. Die Asylbewerber sollen in ihr Heimatland zurückgeschickt werden, wie der örtliche Polizeichef erklärte.

AP

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