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Pläne des Innenministeriums: Ausweisdokumente kommen bald per Post

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Von: Lukas Zigo

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Deutscher Reisepass
Ein Reisepass der Bundesrepublik Deutschland. Derzeit plant das Bundesinnenministerium einen Direktversand für Ausweisdokumente. © Fabian Sommer/dpa

Ausweisdokumente ohne Behördengang – das Bundesinnenministerium plant Änderungen bei Reisepass und Personalausweis.

Berlin – Ein neuer Personalausweis oder Reisepass ist in Deutschland stets mit Besuchen beim Amt verbunden. Dies soll in Zukunft nicht mehr nötig sein. Antragsteller sollen zukünftig die Option erhalten, das ausgefertigte Dokument per Post direkt nach Hause zugestellt zu bekommen. Das Bundesinnenministerium plane, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit eines Direktversandes anzubieten, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Bisher müssen Antragsteller für ein neues Ausweisdokument in der Regel zweimal zu ihrem kommunalen Amt – um es zu beantragen und um es dann abzuholen. Erstmals angekündigt wurde der Direktversand neuer Ausweisdokumente Mitte Mai, als viele Corona-Beschränkungen aufgehoben wurden. Einen Zeitpunkt, ab wann dieser Direktversand möglich werden könnte, nannte die Sprecherin nicht.

Innenministerium: Ausweis-Direktversand erfordert technische und rechtliche Änderungen

Dabei handele es sich um ein komplexes Vorhaben, das innerhalb der Bundesdruckerei viele interne Änderungen erforderlich mache und auch wesentliche Auswirkungen auf die gewohnte Praxis in den Pass- und Ausweisbehörden sowie Ausländerbehörden habe. Die hierfür erforderlichen technischen wie auch rechtlichen Änderungen seien in der Erarbeitung, erklärte die Ministeriumssprecherin weiter.

Schon seit längerem fordert der Städtetag Nordrhein-Westfalen, dass die Bundesdruckerei Ausweisdokumente direkt an die Bürger versendet. Das würde Bürger und Verwaltung gleichermaßen entlasten, hatte der Kommunalverband des bevölkerungsreichsten Bundeslandes vor einem halben Jahr erklärt. Nach zwei Corona-Jahren mit Beschränkungen war die Nachfrage, insbesondere bei Pässen in diesem Frühjahr sehr groß.

Dementsprechend war es vielerorts schwierig, für ein benötigtes neues Ausweisdokument zeitnah einen Termin zu bekommen. Das Bundesinnenministerium erklärte damals, dass die Bundesdruckerei einen direkten Versand neuer Ausweisdokumente an die Bürgerinnen und Bürger prüfe. (lz/dpa)

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