Computerspiele-Branche

International Games Week in Berlin gestartet

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Unter dem Motto "No games, no future" findet die siebentägige Veranstaltungsreihe in Berlin statt. Sie richtet sich sowohl an Experten, als auch an Spiele-Fans und Familien. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Für sieben Tage wird die Hauptstadt zum "Spielplatz". Die International Games Week lockt mit einem breit gefächerten Programm Branchenkenner und Spiele-Fans gleichermaßen nach Berlin.

Berlin (dpa) - Mit der Games Week ist am Montag eine der wichtigsten Veranstaltungen der Computerspiele-Branche in Berlin gestartet. Mit über zehn verschiedenen Events will die Dachmarke sowohl Experten und Branchenkenner, als auch Games-Enthusiasten und Familien ansprechen.

Offiziell eröffnet wurde die siebentägige Veranstaltungsreihe am Montagabend auf dem Opening Summit mit Vertretern aus der Branche und der Politik. "Ich freue mich auf die Woche, in der die Hauptstadt unser Spielplatz wird", sagte Michael Liebe, Leiter der Games Week. Die Veranstalter erwarten bis zum 30. April rund 15 000 Besucher.

Unter dem Motto "No games, no future" will sich die Branche vor allem auch als wichtiger Wirtschaftsfaktor präsentieren und die wachsende gesellschaftliche Bedeutung von Spielen in den Vordergrund rücken. 

"Computerspiele made in Germany machen Spaß, sind innovativ und außerdem ein wertvolles Wirtschafts- und Kulturgut mit internationaler Strahlkraft", sagte Dirk Wiese (SPD), Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Nach Angaben des Branchenverbands BIU wurde mit Soft- und Hardware 2016 ein Umsatz von 2,9 Milliarden Euro in Deutschland erwirtschaftet und übertrifft damit zum Beispiel die Kino- und Fernsehbranche.

Die Branche befindet sich nach Angaben des BIU auch weiter auf Wachstumskurs. Neue Konsolen-Modelle der führenden Hersteller würden den Markt weiter beleben, sagte BIU-Geschäftsführer Felix Falk. Und neue spannende Inhalte, der E-Sport und Virtual Reality sorgten für eine dynamische Entwicklung. Der internationale Wettbewerb sei aber eine große Herausforderung für die Games-Entwickler in Deutschland, die bisher nur wenig von dem wachsenden Markt profitieren.

Der BIU setzt sich deshalb für Förderprogramme zur Stärkung des Entwicklungs-Standorts Deutschland ein, wie es sie etwa in Frankreich oder Großbritannien bereits gibt. Die bessere Förderung von Spiele-Entwicklern habe sich auch die Politik zum Ziel gesetzt, sagte Staatssekretär Björn Böhning (SPD).

Zur Games Week verkündete der französische Spieleentwickler Ubisoft Blue Byte auch seine Pläne für ein erstes Entwickler-Studio in Berlin. Noch in diesem Jahr solle die Arbeit an einem Top-Games-Titel starten. Das durch Strategiespiele wie "Anno" oder "Die Siedler" bekannte Studio sucht auf der Games Week rund 50 neue Mitarbeiter. "Wir sehen hier in Berlin ein großes Potenzial", sagte Istvan Tajnay, Studiodirektor bei Ubisoft Blue Byte. Bislang würden hier noch keine großen Spiele-Blockbuster entwickelt. "Das wollen wir den Talenten in unserem Studio anbieten."

Am Mittwochabend wird auch der Deutsche Computerspielepreis (DCP) vergeben. Auf einer Gala werden die 36 besten deutschen Computerspiele und Konzepte des Jahres 2017 mit einem Preisgeld von insgesamt 550 000 Euro gekürt. Es gab insgesamt 453 Einreichungen, die in 13 Kategorien von einer 50-köpfigen Jury bewertet wurden. Neben der Wertung der Jury gibt es auch einen Publikumspreis.

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