Meteorologe: „Sommer wird sehr warm“

Gute Aussichten: Laut Wetterdienst wetter.net wird der Sommer zwar richtig warm, aber auch von kühlen Phasen unterbrochen. Lange Hitzephasen soll es nicht geben. Unser Bild entstand am Mittwoch an der Ostsee in Travemünde. Foto: dpa

Kassel. Gute Aussichten: Laut Wetterdienst wetter.net wird der Sommer zwar richtig warm, aber auch von kühlen Phasen unterbrochen. Lange Hitzephasen soll es nicht geben. Im HNA-Interview der Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Er sagt überdurchschnittliche Temperaturen voraus.

Könnnen wir mit dem Start in die warme Jahreszeit zufrieden sein?

Dominik Jung: Ja. Die Bilanz für den März kann sich sehen lassen. Der Frühlingsmonat hat ein dickes Sonnenschein- und Wärmeplus aufgewiesen. Insgesamt gab es mehr Sonne als üblich. In einigen Regionen hat die Sonne sogar doppelt so viel geschienen wie üblich. Zudem war der März gut 1,2 Grad wärmer als im langjährigen Mittel. Der April knüpft fast nahtlos an und legt noch ein paar Grad drauf. Wir erwarten am Samstag Spitzenwerte bis 25 Grad und damit den ersten Sommertag des Jahres, und das bereits am 2. April.

Das bedeutet: Perfektes Wetter, um den Grill anzuwerfen, eine Wanderung oder Radtour zu unternehmen.

Jung: Auf alle Fälle. Zumal es auch am Sonntag vielfach noch freundlich und sehr warm bleibt. Dazu gesellen sich allerdings aus Westen immer mehr Schauer. Die ersten Gewitter der Saison kündigen sich ebenfalls an.

Danach wird es wieder kühler?

Jung: Richtig. Die Höchstwerte gehen dann wieder auf frühlingshafte Werte zwischen 9 und 16 Grad zurück. Die gute Nachricht: Es bleibt beim Wechsel aus Sonne und Wolken weiter recht freundlich. Ab Ostern wird es wieder schön und frühlingshaft.

Sie arbeiten mit Langfristtrends. Wie wird denn demnach der Sommer?

Jung: Dieses Jahr wird es einen echten „Zickzack“-Sommer geben und dieser hält ein abwechslungsreiches Programm bereit. Sehr heiße Tage - nahe an der 40-Grad-Marke - kommen ebenso vor, wie kühle Phasen, eingelagert mit kräftigen Gewittern und Unwettern. Die gute Nachricht: Wochenlange Hitzewellen sind nicht in Sicht. Kurze sonnige und heiße Abschnitte werden rasch von kühlen Phasen unterbrochen.

Bekommen wir denn nach Ihren Langfristtrends einen schönen Sommer?

Jung: Das kann man so sagen. Zur Monatsmitte im Juni erwarten wir eine Erwärmung in Richtung 30-Grad-Marke. Diese wird aber erst nach einer weiteren wechselhaften Phase ab Ende Juni überschritten. Viel Sonne ist besonders in der zweiten Monatshälfte zu erwarten. Insgesamt wird der Juli überdurchschnittlich warm, in der zweiten Monatshälfte Spitzenwerte bis nahe 40 Grad. Der August beginnt heiß und trocken, geht dann aber schnell in eine wechselhafte Phase über. Zur Monatsmitte wieder mehr Sonne und sommerlich warm - bis knapp über 30 Grad. Zum Monatsende wechselhaft mit Regen - insgesamt überdurchschnittlich warm.

Wie exakt sind Ihre langfristigen Vorhersagen?

Jung: Langfristtrends über einige Monate, bei denen bei uns historische Wetterdaten, Klimazeitreihen sowie biologische Werte berücksichtigt werden, sind in der Meteorologie immer noch ein schwieriges Unterfangen. Wir können jedoch auf zahlreiche Erfolge verweisen, wie auch unsere Prognosen für den vergangenen Winter sowie der aktuelle Frühjahrstrend belegen.

Von Ullrich Riedler

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