Intime Frauenarzt-Fotos: Viele besorgte Anrufe

Ludwigshafen - Im Fall des Frauenarztes aus dem pfälzischen Schifferstadt, der seine Patientinnen heimlich fotografiert haben soll, haben sich hunderte besorgte Frauen bei der Polizei gemeldet.

Bis zum Nachmittag seien bis zu 400 Anrufe bei der Ermittlungsgruppe eingegangen, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag in Ludwigshafen. Am Tag zuvor hatten Staatsanwaltschaft und Polizei den Fall bekanntgemacht. Der Mediziner soll in seiner Praxis von rund 3000 Frauen heimlich intime Fotos gemacht und gespeichert haben. Mehr als 35 000 Aufnahmen wurden bei dem 56-Jährigen gefunden.

Da es sich um ein sogenanntes Antragsdelikt handelt, kann der Frauenarzt allerdings nur bestraft werden, wenn mindestens eines seiner Opfer dies beantragt. Die Polizei versuche, sensibel vorzugehen und die Personalien der Anruferinnen aufzunehmen. “Die Frauen sind geschockt“, sagte Polizeisprecherin Simone Eisenbarth. In den weiteren Ermittlungen werden festgestellt, ob von ihnen tatsächlich Fotos gemacht wurden. “Es wird Wochen dauern, um alle Daten auszuwerten und zuzuordnen“, sagte Eisenbarth.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.