Corona-Pandemie

Inzidenz in Großbritannien: Corona-Zahlen sinken – Quarantäne für EU-Bürger aufgehoben

Die Inzidenz in Großbritannien sinkt – obwohl fast alle Corona-Maßnahmen beendet wurden. Jetzt hebt England die Quarantänepflicht für EU-Bürger auf. Was bedeutet das?

London – Großbritannien ist dieser Tage eigentlich als Corona-Hotspot mit tausenden Infektionen und einer hohen Inzidenz bekannt. Doch seit einigen Tagen sind die Corona-Zahlen rückläufig. Und das, obwohl die Engländer am sogenannten Freedom Day fast alle Corona-Maßnahmen für beendet erklärt hatten. Jetzt geht Großbritannien sogar noch einen Schritt weiter: Die Quarantänepflicht für geimpfte EU-Bürger soll aufgehoben werden.

Königreich in Europa:Großbritannien
Fläche:243.610 Quadratkilometer
Einwohner:66,8 Millionen (Stand: 2019)
Regierungschef:Boris Johnson (Conservative Party)
Staatsoberhaupt:Queen Elizabeth II

Inzidenz in Großbritannien sinkt weiter: Quarantänepflicht für geimpfte EU-Bürger fällt am 2. August in England

Wie corona-in-zahlen.de berichtet liegt die 7-Tage-Inzidenz in Großbritannien derzeit (Stand 28. Juli 2021) bei 337,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Am selben Tag der Vorwoche lag die Inzidenz noch bei 489,3. Es ist also ein deutlich rückläufiger Trend der Corona-Zahlen erkennbar.

Nun hat sich die britische Regierung dazu entschlossen, Reisenden aus EU und USA die Einreise nach England zu erleichtern. Bisher mussten sich Reisende nach der Ankunft in Großbritannien für fünf Tage in Quarantäne begeben. Ab 2. August 2021 fällt diese Quarantänepflicht für vollständig geimpfte Bürger der EU und den USA in England weg. Ob auch Schottland, Wales und Nordirland mitziehen, ist laut tagesschau.de derzeit noch unklar.

England erleichtert Einreise für geimpfte EU-Bürger „Wir helfen Menschen, sich wiederzuvereinigen“

„Wir helfen Menschen, die in den USA oder europäischen Ländern leben, sich mit ihren Familien und Freunden im Vereinigten Königreich wiederzuvereinigen“, schrieb der britische Verkehrsminister Grant Shapps dazu auf Twitter. Vor der Einreise und zwei Tage danach sind allerdings auch für geimpfte Reisende aus USA und EU weiterhin Tests erforderlich.

Die Inzidenz in Großbritannien sinkt weiter! England hebt Quarantänepflicht für EU-Bürger auf.

Ausgenommen von dieser Reise-Erleichterung sind laut tagesschau.de Länder der sogenannten „Roten Liste“, sprich Hochinzidenzgebiete. Einreisende aus diesen Ländern müssen sich demnach weiterhin auf eigene Kosten in eine zehntägige Quarantäne begeben.

Sinkende Inzidenz in Großbritannien könnte trügerisch sein: Dunkelziffer der Infizierten viel höher?

Wie merkur.de berichtet könnte die positive Entwicklung der Inzidenz in Großbritannien mehrere Gründe* haben. Neben dem guten Wetter könnten auch weniger durchgeführte Tests für die sinkende Inzidenz verantwortlich sein. Denn aus Angst in Quarantäne zu müssen und nicht in den Urlaub oder zu Arbeit zu können, verzichten viele Menschen einfach auf den Test. Die Dunkelziffer der Infektionen könnte demnach deutlich höher sein.

Auch die hohe Impfquote könnte für die sinkenden Corona-Zahlen verantwortlich sein. Nicht weil sich Geimpfte nicht mehr anstecken, sondern weil sie seltener Symptome haben und Infektionen so oftmals unentdeckt bleiben. Mehr als 55 Prozent aller Briten sind derzeit vollständig geimpft. Zum Vergleich: In Deutschland haben aktuell 50,2 Prozent der Bürger vollständigen Impfschutz.

Inzidenz in Großbritannien sinkt – doch neue Mutation entdeckt

Sorge könnte den Briten allerdings die Entdeckung der neuen Corona-Mutante B.1.621 bereiten. Bisher wurde die neue Virusvariante bei mindestens 16 Infizierten in Großbritannien nachgewiesen. Diese Fälle stehen offenbar alle im Zusammenhang mit Auslandsreisen – zuerst wurde die neue Virusmutation in Kolumbien nachgewiesen. Nach bisherigem Erkenntnisstand soll die Mutation jedoch keinen schweren Krankheitsverlauf begünstigen und Impfstoffe weiterhin wirksam sein. * kreiszeitung.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Kirsty O'connor/dpa

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