Bei Afghanistan-Einsatz

iPhone rettet US-Soldat (22) das Leben

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Sein iPhone rettete dem US-Soldat Joel Stubleski das Leben

Afghanistan - Bei einem Afghanistan-Einsatz wurde der 22 Jahre alte US-Soldat Joel Stubleski angeschossen. Die Kugel hätte ihn das Leben kosten können, wenn da nicht sein iPhone gewesen wäre.

Der US-Soldat Joel Stubleski war mit seiner Einheit im Osten Afghanistans bereits auf dem Rückzug, als die Truppe in ein Feuergefecht geriet. Plötzlich fühlte der 22-Jährige einen starken Druck an seinem Oberschenkel, bevor sein Bein wegknickte. So berichtet es die US-Website ktva.com unter Berufung auf die Erzählungen des jungen Soldaten. Da Stubleski jedoch nicht gleich Schmerzen hatte und auch kein Blut sah, kämpfte er zunächst weiter. Irgendwann bemerkte er dann aber, dass er getroffen worden war und ließ sich von einem Rettungs-Helikopter aus der Gefahren-Zone fliegen.

Ein Feldarzt fand bei einer Untersuchung das völlig zerstörte iPhone des 22-Jährigen. Er hatte es in seiner rechten Hosentasche immer bei sich getragen, um Fotos zu schießen oder Musik zu hören. Das Smartphone war von der Kugel regelrecht durchbohrt worden. Der Arzt sagte Stubleski, dass er unglaubliches Glück gehabt habe, dass die Kugel nicht die Oberschenkel-Arterie getroffen habe - er wäre sonst vermutlich verblutet. Stattdessen hatte das iPhone den Lauf der Kugel offenbar abgelenkt und so dafür gesorgt, dass die Schusswunde nicht einmal sonderlich tief ging. Stubleski hatte dabei sogar doppelt Glück, denn das gesplitterte Glas des iPhone-Displays hätte die Wunde sogar noch verschlimmern können. Doch der Soldat hatte seinem Smartphone eine Schutzhülle gegönnt, die das verhinderte.

Extra angefertigte Schutzhülle erinnert Stubleski an sein Glück

Die Schussverletzung war dennoch schlimm genug, dass Stubleski aus Afghanistan abgezogen wurde und eine wochenlange Reha über sich ergehen lassen musste. Noch heute, neun Monate nach dem Vorfall, schmerzt sein Bein beim Laufen, Rennen und Treppensteigen. Als Erinnerung daran, dass er wohl nur knapp dem Tod entronnen ist, hat er aus einem Foto des zerstörten iPhones eine Schutzhülle für sein neues Smartphone anfertigen lassen. Dadurch hat er immer vor Augen, welches Glück er damals hatte. Auf seiner Facebook-Seite hat Stubleski außerdem noch Bilder von der Wunde an seinem Oberschenkel gepostet. Das ist jedoch nur etwas für Hartgesottene.

mm

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