Rund um die Siegessäule

Irre Aktion: Das steckt hinter dem Farbspektakel um die Siegessäule in Berlin

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Die eingefärbten Straßen in Berlin sind Ausdruck eines Protests. 

Tausende Liter gelbe Farbe sind auf den Straßen rund um die Berliner Siegessäule verteilt worden. Das steckt hinter dem kuriosen Farbspektakel. 

Berlin - Die Straßen rund um die Siegessäule in Berlin sind mit tausenden Litern gelber Farbe eingefärbt worden. Aus der Luft betrachtet, sieht der eingefärbte Kreisverkehr und die von ihm abgehenden Straßen aus wie eine Sonne. Das Farbspektakel ist jedoch kein reines Kunstwerk, sondern ein politischer Protest, für den es Ärger geben könnte. 

Aktivisten von Greenpeace wollten mit dem Einfärben der Straßen gegen das erste Treffen der Kohlekomission am heutigen Dienstag demonstrieren. Ihr Motto: „Sonne statt Kohle“. Damit fordert Greenpeace einen konsequenten Klimaschutz. Nach eigenen Angaben verwendeten die Aktivisten 3500 Liter ökologisch abwaschbarer und umweltfreundlicher Farbe.

Protestaktion: Droht jetzt Ärger mit der Polizei?

Die Polizei hat Ermittlungen zu der Aktion aufgenommen. Es gehe um den Verdacht des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, sagte ein Polizeisprecher. Wegen der Farbe seien die Fahrbahnmarkierungen nicht mehr sichtbar gewesen. Außerdem sei die Aktion nicht angemeldet gewesen.

Das will die Kohlekommission erreichen

Die Kommission der Bundesregierung zum Kohleausstieg ist am Dienstag in Berlin zum ersten Mal zusammengekommen. Das Gremium soll bis Ende des Jahres unter anderem ein Datum für den Ausstieg aus der Stromgewinnung aus Kohle, einen Ausstiegspfad sowie Perspektiven für neue Jobs in den Kohleregionen vorschlagen. Außerdem geht es um Maßnahmen, wie die Lücke zu Klimaschutzzielen 2020 geringer gehalten werden kann.

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