Israel

Archäologen finden heiles 1.000 Jahre altes Ei ‒ und machen es versehentlich kaputt

Archäologen haben in der israelischen Stadt Yavne ein intaktes 1000 Jahre altes Hühnerei gefunden.
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Archäologen haben in der israelischen Stadt Yavne ein intaktes 1000 Jahre altes Hühnerei gefunden.

Eier sind bekanntlich nicht sehr stabil. Doch ein Hühnerei in Israel hat etwa 1.000 Jahre unbeschädigt überlebt - bis Forscher es fanden.

Yavne - Eier sind fragile Produkte: Fallen sie hin, hält ihre Schale nicht Stand - und allzu lang genießbar sind sie auch nicht. Umso erstaunlicher, dass in Israel ein Hühnerei etwa 1.000 Jahre lang erhalten blieb und Archäologen bei Ausgrabungen in der Stadt Yavne in intaktem Zustand in die Hände fiel. Die israelische Behörde für Antiquitäten teilte den Fund am 9. Juni 2021 auf Facebook mit. Demnach stammt das Ei aus der Islamischen Zeit und wurde in einer Jauchegrube entdeckt.

„Eierschalenfragmente sind aus früheren Perioden bekannt, zum Beispiel in der Davidsstadt und in Caesarea und Apollonia, aber wegen der fragilen Eierschalen sind kaum ganze Hühnereier erhalten. Selbst auf globaler Ebene ist das ein extrem seltener Fund“, sagte Dr. Lee Perry Gal von der israelischen Antiquitäten-Behörde, die als Expertin für Geflügel in der Antike gilt.

Israel: Forscher finden 1000 Jahre altes Ei

„Selbst heute überleben Eier nicht lange in Supermarkt-Kartons. Es ist erstaunlich, dass das ein 1.000 Jahre alter Fund ist!“, zeigte sich auch die Archäologin Alla Nagorsky beeindruckt, die an den Ausgrabungen an der Stätte in Yavne beteiligt ist. „Die einzigartige Konservierung des Eis ergibt sich nachweislich durch die Bedingungen, in denen es für Jahrhunderte gelegen hat, eingebettet in einer Jauchegrube in weichen menschlichen Abfällen, die es konserviert haben“, beschreibt Nagorsky, wie das Ei vorgefunden wurde.

Trotz des für sein Alter bemerkenswerten Zustandes konnte das Ei nicht mehr standhalten, als es in menschlicher Hand angelangt war: „Trotz der extremen Vorsicht, mit der das Ei herausgeholt wurde, (...) ist die Eierschale - konserviert durch die ungewöhnlichen, anaerobischen Bedingungen - gebrochen“, schreibt die Behörde auf Facebook. Im Labor sei das Ei wieder in den Zustand zurückversetzt worden, in dem es gefunden wurde. Durch den Riss in der Schale sei der Großteil des Inneren hinausgelaufen, sagte Perry Gal. „Nur etwas vom Eigelb blieb übrig, das für eine künftigte DNA-Analyse aufbewahrt wird.“

Wie das Ei in der Jauchegrube landete, ist unklar. „Wir werden es nie erfahren“, schreibt die Antiquitäten-Behörde. Neben dem Ei kamen in der Grube weitere Funde ans Licht, etwa Spielzeug-Puppen aus Knochen, die laut der Mitteilung als typisches Spielzeug in der Islamischen Zeit gelten. (ial)

In Ägypten haben Forscher bei Ausgrabungen kürzlich Gräber gefunden, die älter sind als die der Pharaonen.

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