An Auto festgebunden

Jäger schleift Hund fast zu Tode

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Die Hundebesitzerin Andrea Weinschenk präsentiert ihren verletzten Golden Retriever in ihrer Wohnung in Burladingen. Ein Jäger hatte den Hund im Wald aufgegriffen und nach Angaben der Besitzerin an seinem Auto befestigt und durch die Straßen des Dorfes geschleift.

Burladingen  - Brutaler Hundehasser: Ein Jäger soll in Baden-Württemberg einen Hund  ans Auto gebunden und bei der Fahrt quer durch ein Wohngebiet fast zu Tode geschleift  haben.

Zeugenaussagen zufolge habe der Mann den freilaufenden Golden Retriever im Wald aufgegriffen, an seinem Auto festgemacht und sei anschließend losgefahren, sagte ein Sprecher der Polizei am Dienstag und bestätigte damit Medienberichte. Nach einiger Zeit hätten die Kräfte des Hundes nachgelassen, so dass er stürzte und mitgeschleift wurde. Die Beamten ermitteln wegen Tierquälerei. Jagdverbände bezeichneten den Vorgang als „brutal“ und „unfassbar“.

Hundebesitzerin Andrea Weinschenk berichtete, der achtjährige „Jazz“ sei ihr vergangenen Samstag entwischt und in den Wald gelaufen. Kurz darauf sei der Jäger mit dem an seinem Auto angebundenen Hund an ihrem Haus vorbeigefahren. Obwohl sie dem Mann hinterherfuhr, hupte und auch Passanten auf die Szene aufmerksam wurden, habe der Jäger erst angehalten, als ein Mann dem Geländewagen den Weg versperrte.

Weinschenk hielt ihren Hund bereits für tot, als er blutüberströmt und reglos neben dem Wagen lag. In einer Tierarztpraxis habe es dann zwei Stunden gedauert, die teils bis auf die Knochen reichenden Wunden zu säubern und zu nähen sowie alle vier Pfoten zu bandagieren. Den 74 Jahre alten Jäger haben die Ermittler noch nicht befragt.

dpa

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