Schielendes Opossum lebt im Internet weiter

Todestag: Opossum Heidi bleibt unvergessen

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Entzückendes Schielen: Opossum Heidi.

Leipzig - Heidi hatte sich rund um den Erdball in die Herzen ihrer Fans geschielt. Das possierliche Opossum starb am 28. September 2011. Auf Kaffeetassen und im Internet lebt Heidi weiter.

Vor einem Jahr hat das schielende Opossum Heidi im Leipziger Zoo seine weltbekannten Augen für immer geschlossen. Trotzdem ist die Beutelratte mit dem Silberblick weiter präsent - mit einer Seite in Facebook und Handy-App. Auch der Zooshop lässt sich das Geschäft mit dem einstigen Medienliebling nicht entgehen: Heidi auf Frühstücksbrettchen, Heidi auf Badetüchern, Heidi als Plüschtier - es gibt nach wie vor alles, was das Opossum-Fanherz begehrt. Heidi sei als Botschafter für den Zoo Leipzig und den Artenschutz unvergessen, teilte der Zoo mit.

Die übergewichtige Beutelratte hatte 2011 rasant Karriere gemacht. Sie schielte sich weltweit in die Herzen der Fans und durfte sich bei der Oscar-Verleihung im amerikanischen Fernsehen als Orakel bewähren. Nach knapp einem Jahr Heidi-Hype musste der Zoo dann am 28. September 2011 die traurige Mitteilung machen: Das altersschwache Opossum musste eingeschläfert werden. Eine Welle der Beileidsbekundungen brach über den Zoo herein - im Internet und sogar auch in eigens ausgelegten Kondolenzbüchern. „Es gab unzählige Einträge, die letztlich zwei komplette Kondolenzbücher gefüllt haben“, berichtete eine Sprecherin.

Die schrägsten Tiere der Welt

Opossum
Das schielende Opossum (Didelphis) Heidi im Zoo Leipzig. Das Tier hat einen Sehfehler. © dapd
Zu viel Winterspeck? Ein Katta im Hamburger Tierpark macht den Test. © ap
Dieser chinesischen Schopfhund ist 2007 zum hässlichsten Hund der Welt gewählt worden. Er wird nur bis zu 33 Zentimeter groß und ist in dieser Variante haarlos. © AP
Huch? Ist ein Storch nicht eigentlich weiß? In Briesen (Brandenburg) wurde dieser blaue Storch gesichtet. © dpa
Mit seiner großen gurkenförmigen Nase gehört der Nasenaffe nicht zu den gängigen Naturschönheiten. Er lebt nur auf der indonesischen Insel Borneo, immer nah am Wasser und in Mangrovenwäldern. © dpa
Diese Königskrabbe kann bis zu 15 Kilogramm schwer werden und erreicht eine Spannweite von bis zu zwei Metern. Sie ist auch als "Kamtschatka Riesenkrabbe" bekannt. Sie stammt aus dem nördlichen Pazifik vor Japan und Alaska. © AP
Diese japanische Riesenkrabbe spielt mit einem Mini-WM-Ball. Sie ist die größte lebende Krebsart. Ihre Spannweite beträgt knapp vier Meter. © dpa
Zwei Sphinx-Katzen. Sie sind eine kanadische Katzenart. Auf den ersten Blick ist die Sphinx-Katze haarlos, doch bei näherer Betrachtung ist ein zarter Flaum zu erkennen. Sie ist sehr intelligent und ihre Haut bräunt im Sommer ebenso wie die des Menschen. © AP
Die Sphinx-Katzen Hale-Bopp (links) und Beanie Baby ruhen sich bei einer Tiershow aus. © AP
Es gibt den reinrassige chinesische Schopfhund auch in der Variante „Powder Puff“ mit ganz feinem Fell. Auch dieses Exemplar wurde ebenfalls beim World's Ugliest Dog Contest in Petaluma, Kalifornien, 2007 gesehen. © AP
Dieser chinesische Schopfhund besitzt nur ein Auge und drei Pfoten. Der arme Kerl gewann 2008 den Titel des hässlichsten Hundes der Welt. Chinesische Schopfhunde gelten als verspielt, aufgeweckt und gefühlvoll. © AP
Miss Ellie ist 15 Jahre alt und blind. Beste Voraussetzungen für die reinrassige chinesische Schopfhündin, den begehrten Titel des hässlichsten Hundes der Welt abzuräumen. © AP
Der mexikanische Schwanzlurch hat eine besondere Fähigkeit: Er kann verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen. In ihrer Heimat gehören Axolotl zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. © dpa
Bei uns werden Axolotl für die Wissenschaft genutzt. An ihnen wird das Wachsen von Zellen aus dem Embionalstadium beobachtet. Die Tiere wachsen ein Leben lang, im Alter allerdings immer langsamer. © dpa
„Astaroth“ ist ein Aye-Aye-Männchen. Das Fingertier verfügt über bis zu acht Zentimeter lange Finger mit denen es sich sein Essen angelt. Fingertiere leben nur noch auf Madagaskar. © dpa
„Sam“ war drei Jahre in Folge der hässlichste Hund der Welt. Der chinesische Schopfhund wurde inzwischen eingeschläfert, seine Website gibt es aber immer noch. © dpa
Der Nacktmull lebt in Halbwüsten in Äthiopien, Kenia und Somalia und ist ein Sandgräber. Er lebt in von Weibchen geleiteten großen Kolonien. © dpa
Der Nacktmull (hier im Dresdener Zoo) gilt als das sozialste Tier der Welt, hat aber ein echtes Imageproblem wegen seines Aussehens. © dpa
Der Seeteufel (vorne) oder auch Lotte genannt lebt im nordöstlichen Atlantik und ist wegen seines weißen und festen Fleisches beliebt. Im Hintergrund ein Felsenbarsch. © dpa
Der Sternmull ist eine Maulwurfart und hat rund um seine Schnauze 22 fingerförmige Hautanhänge. Er lebt an Land, jagt aber auch im Wasser. Um seine Beute aufzuspüren, bläht er Luftblasen auf, saugt sie sofort wieder ein und nimmt so die Duftstoffe der Beute war. Dann weiß er, wohin er schwimmen muss. © Ken Catania/Nature/dpa
Dieser Kater heißt Frank bzw. Louie. Je nachdem von welcher Seite man ihm ins Gesicht schaut. Er lebt in Worcester im Bundestaat Massachusetts. © 

Im Internet lässt der Zoo Heidi weiterleben. Ihre eigene Facebook-Seite hat immerhin noch rund 320 000 Fans. Die können dort viele Nachrichten aus dem Zoo lesen - etwa wie es dem Nashorn-Baby geht. „Die Facebook-Seite von Heidi wird nach wie vor vom Zoo Leipzig gepflegt“, erklärte die Sprecherin. Wie viel Umsatz der Tiergarten mit den Heidi-Artikeln im Zooshop macht, verrät sie indes nicht.

Inzwischen hat sich der Leipziger Zoo komplett von der Opossum-Haltung verabschiedet. Wenige Monate nach Heidi starben ihre Schwester Naira und ihr männlicher Gefährte Teddy ebenfalls an Altersschwäche. Danach teilte der Zoo mit, sich noch intensiver um die Haltung und die Zucht bedrohter Tierarten kümmern zu wollen - und setzte Tüpfelbeutelmarder ins Opossum-Gehege. Mit den Quolls, wie die gepunktete Tierchen auch heißen, gelang dem Zoo immerhin etwas, was mit Heidi & Co nicht glückte: Sie bekamen Nachwuchs. Dass einer der Tüpfelbeutelmarder schielen würde, ist bislang nicht bekannt.

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