15 Jahre Haft in USA für Drogenboss

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Eduardo Arellano Félix

Washington - Der mexikanische Drogenboss Eduardo Arellano Félix ist in den USA zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Der Schuldspruch bedeute das Ende für „eine der einstmals brutalsten und mächtigsten multinationalen Drogenhändler-Organisationen“, hieß es in einer Mitteilung des US-Justizministeriums am Montag.

Eduardo Arellano Félix alias „El Doctor“ hatte als Finanzchef des Tijuana-Kartells Millionen Dollar Drogengeld gewaschen. 2008 war er in Mexiko festgenommen und im vergangenen Jahr an die Vereinigten Staaten ausgeliefert worden. Zwei seiner Brüder verbüßen bereits Haftstrafen in den USA. Ein vierter Bruder war 2002 bei einer Schießerei mit der Polizei ums Leben gekommen.

„Das heutige Urteil gegen Eduardo Arellano Félix bedeutet das Ende einer Ära in der Geschichte der Kartelle“, sagte der DEA-Agent in San Diego, William Sherman. Die US-Anti-Drogen-Polizei sei entschlossen, gegen jeden vorzugehen, der nun versuche, das Machtvakuum an der Westgrenze zwischen den USA und Mexiko zu füllen.

„Die drei Brüder Arellano Félix, die jahrzehntelang wie Multimillionäre lebten, während sie das Grenzgebiet terrorisierten, Morde anordneten und unzählige Beamte bestachen, sitzen jetzt für lange Zeit in Hochsicherheitsgefängnissen“, sagte die Staatsanwältin des Bezirks Süd-Kalifornien, Laura Duffy. „Ich rate jenen, die ihren Platz einnehmen wollen, daran zu denken.“

Das Tijuana-Kartell oder die Organisation Arellano Félix war in den 1990er Jahren eines der mächtigsten Verbrechersyndikate Mexikos. Die Gruppe schmuggelte große Mengen Marihuana und Kokain über die Grenzstädte Tijuana und Mexcali in die USA. Zu seiner Blütezeit habe das Kartell zudem über weitreichende Beziehungen zu mexikanischen Strafverfolgungsbehörden und der Regierung verfügt, heißt es in einer Analyse des Nachrichtenportals Insight Crime.

dpa

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