Aus Erstem Weltkrieg

101 Jahre verschollen: Gesunkenes deutsches U-Boot in Nordsee entdeckt

Ein U-Boot der kaiserlichen Marine. Das vor Südengland gefundene U-Boot gehörte zur selben Serie.

London. Vor 101 Jahren, mitten im Ersten Weltkrieg, war das deutsche U-Boot zu einer Routinefahrt aufgebrochen. Es kam nie zurück. Vor drei Jahren war das Wrack der U-31 dann in der Nordsee entdeckt worden, nun ist klar, dass es sich um ein deutsches Boot handelt.

Ein vor mehr als drei Jahren vor der englischen Küste entdecktes U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg kommt aus Deutschland. Das im Jahr 2012 90 Kilometer vor der Ostküste Englands in 30 Meter Tiefe geortete U-Boot stamme nicht wie zunächst angenommen aus den Niederlanden, teilte der Windparkbetreiber ScottishPower Renewables mit. 

Vielmehr handele es sich um die verschollene U-31 der kaiserlichen deutschen Marine. Das U-Boot sei am 13. Januar 1915 zu einer Routinepatrouille nordwestlich von Wilhelmshaven ausgelaufen und vermutlich vor der Ostküste Englands von einer Mine versenkt worden, erklärte der Experte Mark Dunkley von der staatlichen Kommission Historic England.

Nach seinen Angaben kamen alle vier Offiziere und 31 Seeleute an Bord ums Leben. Der Fund des "erstaunlich gut erhaltenen" U-Boots erinnere auf ergreifende Weise an "all diejenigen, die während des Ersten Weltkriegs auf See, am Boden und in der Luft ihr Leben gelassen haben.", sagte Dunkley.

Identifiziert wurde das U-Boot mithilfe von niederländischen Marinetauchern, die im trüben Wasser Bilder des 57 Meter langen Wracks angefertigt hatten. Einer von ihnen stellte ein Video mit beeindruckenden Aufnahmen des Wracks auf YouTube.

Das Wrack werde in den englischen Hoheitsgewässern seine letzte Ruhestätte behalten, kündigte die Windparkfirma an. Allerdings sollen noch mögliche Angehörige der deutschen Bordbesatzung kontaktiert werden. (afp/dpa)

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