Japan-Beben auch in Deutschland zu messen

Münster - Die Ausschläge des katastrophalen Erdbebens in Japan mit der Stärke 8,9 waren auch in Deutschland deutlich zu messen. "In den letzten 100 Jahren gab es nur etwa ein halbes Dutzend Erdbeben dieser Stärke."

Das sagte der Leiter der Erdbebenstation der Kölner Uni in Bensberg, Klaus-Günter Hinzen. “Dementsprechend stark sind die Ausschläge.“ Auch das Museum für Naturkunde in Münster besitzt einen Seismographen, der alle Bewegungen der Erdkruste aufzeichnet. “So einen heftigen und langandauernden Ausschlag haben wir seit langem nicht mehr beobachtet“, sagte am Freitag Klaus-Peter Lanser vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe, der das Museum betreibt.

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Es seien permanent Schwingungen spürbar. “Die Nachbeben werden noch tage- und wochenlang anhalten“, sagte Hinze. Ab einer Stärke von etwa 6,5 Magnitude seien Beben weltweit messbar. “Der Zeitpunkt, wann es ein so großes Erdbeben gibt, ist nicht vorhersehbar“, sagte Hinzen. Bei dem schwersten in Japan jemals gemessenen Erdbeben waren am Freitagmorgen nach Polizeiangaben mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 30 weitere Menschen würden noch vermisst, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Das Epizentrum des schweren Bebens gegen 14.45 Uhr Ortszeit (06.45 Uhr MEZ) lag 130 Kilometer östlich von Sendai.

dpa

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