Japan hält an Walfangplänen für die Antarktis fest

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Ein japanisches Walfangschiff in den Gewässern der Antarktis. Foto: Tim Watters/Sea Shepherd Australia/Archiv

Tokio (dpa) - Japan hält an seinen Plänen für eine erneute Jagd auf Wale in der Antarktis weiter fest. Man werde Ende März den sogenannten wissenschaftlichen Walfang wieder aufnehmen, ließ das Fischereiministerium laut japanischen Medien wissen.

Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte Ende März vergangenen Jahres entschieden, dass Japan seinen Walfang im Südpolarmeer einstellen muss. Das Forschungsprogramm habe keinem wissenschaftlichen Zweck gedient, hieß es damals. Ein von Tokio überarbeiteter Plan, der nur noch die Jagd auf Zwergwale vorsieht, die zu den Großwalen zählen, konnte die IWC nicht überzeugen.

Japans neueste Planung sieht nun vor, dass der Zwergwalfang um zwei Drittel auf 333 Tiere reduziert wird. Dies hält Tokio für wissenschaftlich gerechtfertigt, weitere Änderungen seien nicht nötig. Dabei hatte ein IWC-Gremium zuvor keinen Konsens zu Japans neuen Plänen in der Antarktis erzielt. "Die japanische Regierung ignoriert somit die Stimme der Wissenschaft und widersetzt sich der IWC, die noch nicht endgültig entschieden hat, wie das Urteil des Internationalen Gerichtshofes umgesetzt werden soll", kritiserte die Walschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC).

"Die Internationale Gemeinschaft ist nun in der Pflicht, diesen Affront Japans kollektiv zu verurteilen und entschieden Konsequenzen zu ziehen", forderte Astrid Fuchs, Programmleiterin bei WDC. "Japan verdeutlicht mit diesem Schritt klar seine Rolle als Piratenwalfänger des 21. Jahrhunderts", so Fuchs. Doch jegliche Kritik prallt an Japan ab. Tokio hatte schon zuvor deutlich gemacht, dass man weiter vorhabe, die Jagd wieder aufzunehmen. 

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