Japan lässt in der Sperrzone Vieh töten

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(Symbolbild)

Tokio - In der Sperrzone um das zerstörte Atomkraftwerk Fukushima lassen die Behörden hungernde Kühe, Schweine und andere Tiere töten. Die Regierung begründete ihr Vorgehen mit dem Schutz der öffentlichen Gesundheit.

In Strahlenschutzkleidung gingen dafür am Montag sechs Mitarbeiter der Provinzregierung von Fukushima in die Zone im Umkreis von 20 Kilometern um die Atomruine. Nach dem Erdbeben und dem Tsunami, der am 11. März auch das AKW zerstört hatte, mussten die Bewohner ihre Häuser verlassen, das Vieh und viele Haustiere wurden zurückgelassen. Die Sperrzone darf seit einigen Tagen nur noch mit staatlicher Genehmigung und in Schutzanzügen betreten werden.

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Es würden - mit dem Einverständnis der Besitzer - nur Tiere getötet, denen es sichtlich schlecht gehe, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo. Es sei allerdings schwer, alle Besitzer in den Notunterkünften ausfindig zu machen. Die Notschlachtungen würden zunächst im Viertel Odaka der Ortschaft Minamisoma vorgenommen, hieß es. Die Landwirte dort hielten rund 890 Kühe, 80 Pferde, 6200 Schweine und 260 000 Hühner.

Die Regierung will den Bewohnern der Region voraussichtlich ab Mitte Mai erlauben, unter staatlichem Schutz in Gruppen für wenige Stunden in ihre Häuser zurückzukehren, um persönliche Dinge zu holen. Ausgenommen sind nur die Gebiete im Umkreis von drei Kilometern um das AKW. Es dürfen aber weder Lebensmittel noch Nutztiere mitgenommen werden. Ob bei Haustieren eine Ausnahme gemacht wird, stehe noch nicht fest, hieß es bei Kyodo.

dpa

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