Japan plant Stresstests für Atomkraftwerke

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Zerstört wurde das Atomkraftwerk in Fukushima bei dem Mega-Erdbeben und dem folgenden Tsunami im März. Jetzt sollen als AKW's in Japan einem Stresstest unterzogen werden. 

Tokio - Die japanische Regierung plant Stresstests für die Atomkraftwerke des Landes. Es geht bei dem landesweiten Check um die Sicherheit bei großen Katastrophen wie Erdbeben.

Genau vier Monate nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan hat die Regierung in Tokio Stresstests für alle 54 Atomkraftwerke des Landes angeordnet. Wann die 35 derzeit stillgelegten Meiler wieder ans Netz gehen, hänge vom Ergebnis dieser Tests ab, teilte das japanische Handelsministerium am Montag mit.

In einer ersten Phase solle geklärt werden, ob die derzeit herunter gefahrenen Reaktoren massiven Erdbeben und Tsunamis standhalten können, sagte Ministeriumssprecher Yoshifumi Ohno. Wann die Stresstests beginnen sollen, sagte er nicht. In einer zweiten Stufe sollten dann alle Atomkraftwerke des Landes umfassenden Tests unterzogen werden.

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Das Kraftwerk Fukushima-Daiichi war am 11. März von einem Tsunami schwer beschädigt worden. Nach einer teilweisen Kernschmelze bemühen sich Techniker bis heute, die Lage in den Reaktoren unter zu Kontrolle zu bekommen. Nach der Havarie war Kraftwerksbetreiber Tepco für sein Krisenmanagement scharf kritisiert worden.

Die japanischen Kernkraftwerke decken rund 30 Prozent des Elektrizitätsbedarfs des Landes. Derzeit sind nur 19 der 54 Meiler am Netz, was zu Engpässen bei der Stromversorgung führt. Die Regierung in Tokio hatte kürzlich die Energie für Unternehmen und Fabriken rationiert. Auch die privaten Haushalte wurden zum Stromsparen aufgefordert.

dapd

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