Weiterhin Vorsicht geboten

Taifun "Neoguri": Traurige  Bilanz

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In Tokio kühlen sich die Menschen in Parks oder an Brunnen ab: Die Ruhe nach dem Sturm.

Tokio - Am Morgen kam endlich die Sonne raus: Japan hat den Taifun "Neoguri" überstanden. Die traurige Bilanz: Mindestens sieben Tote.

Japan hat den Taifun „Neoguri“ vergleichsweise glimpflich überstanden. Nach tagelangem Toben entlang des fernöstlichen Archipels schwächte sich der Wirbelsturm am Freitag über dem Pazifik zu einer Tiefdruckzone ab. „Neoguri“, koreanisch für Waschbär, fegte in der Nacht an der nahe der Hauptstadt Tokio gelegenen Insel Izu Oshima vorbei, wo bei einem Taifun im Oktober 36 Menschen ums Leben gekommen waren. Diesmal blieb die Region verschont - ebenso wie Tokio selbst. Am Morgen schien über der Stadt schon wieder die Sonne, der Berufsverkehr startete ohne größere Störungen.

Die Behörden mahnten die Bewohner im Norden des Landes allerdings weiter zur Achtsamkeit, da der andauernde Regen den Boden aufgeweicht habe und Erdrutsche drohten. „Neoguri“ hatte auf seinem Weg vom Süden etliche Überschwemmungen und Erdrutsche verursacht. Er war einer der in dieser Jahreszeit bislang stärksten Taifune. Anfangs hatten die Winde nahe seinem Zentrum Geschwindigkeiten von mehr als 250 Kilometern pro Stunde.

Fünf Menschen starben an direkten Folgen des Wirbelsturms, darunter ein zwölfjähriger Junge. Sein Elternhaus in der Provinz Nagano war von einem Erdrutsch erfasst worden. Ein Seitenarm eines Flusses hatte sich in eine Schlammflut verwandelt. Zwei weitere Menschen starben im südlichen Urlaubsparadies Okinawa, als sie trotz der Warnungen vor hohem Wellengang im Meer baden gingen. Mindestens 66 Menschen erlitten japanischen Medienberichten zufolge durch den Taifun Verletzungen.

dpa

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