Jawort – auch ohne Kirche

Nach Angaben der „Forschungsgruppe Weltanschauungen“ wurden im Jahr 1970 noch 80 Prozent aller Eheschließungen kirchlich vollzogen – bereits im Jahr 2008 waren es nur noch 27 Prozent, der Anteil kirchlicher Trauungen ist also in knapp 40 Jahren um 53 Prozentpunkte gesunken.

Wer den Bund fürs Leben nicht mehr kirchlich absegnen lassen möchte, will deshalb aber keineswegs auf eine Zeremonie verzichten, sie soll nur individueller und persönlicher ausfallen. Auf dem boomenden Markt der „Hochzeitsplanung“ finden Interessierte deshalb ein wachsendes Angebot von professionellen Ausrichtern solcher Feiern. Das Ganze nennt sich dann „Fest der Liebe“: Von der „Gospelhochzeit“ bis hin zur „Kerzenzeremonie“ sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Komplett auf religiöse Elemente wollen viele Paare bei einer solchen Feier aber auch nicht verzichten. Gottes Segen erteilen dann häufig „freie“ Theologen, die aus der Kirche ausgetreten sind. Sie übernehmen auch die Ansprache an das Brautpaar.

Egal in welcher Zeremonie man den Bund fürs Leben begeht: Nach dem Gang zum Standesamt stehen für das frischgebackene Paar auch einige ganz unromantische Änderungen an. Die Brautleute werden etwa in neue, günstigere Steuerklassen eingestuft.

Wer sich das Jawort gegeben hat, sollte unbedingt auch den Versicherungsordner herausholen. Einige Policen werden entbehrlich beziehungsweise können – wie die Haftpflicht- oder Hausratversicherung – häufig zusammengelegt werden, andere erfordern ein Update oder sollten neu abgeschlossen werden wie beispielsweise eine Risikolebensversicherung zugusnsten des Lebenspartners. (djd)

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