Mord an einem Studenten gibt Rätsel auf

Kannibalismus in Thüringen? Grusel-Details nach Mord: Leber „gezielt“ entfernt

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Ein 23-Jähriger soll einen chinesischen Studenten ermordet haben, ein kannibalistischer Hintergrund kann nicht ausgeschlossen werden. Ende Februar beginnt der Prozess in Gera.

Ein 23-Jähriger wird beschuldigt, einen Studenten in Jena ermordet und zerstückelt zu haben. Weil die Leber des Opfers fehlt, vermuten die Ermittler nun Kannibalismus. 

Jena - Im August 2018 soll ein Vietnamese einen seiner Mitstudenten in Jena getötet haben. An sich schon schlimm genug, doch der 23-Jährige wird beschuldigt, die Leiche des Opfers zerstückelt und die einzelnen Teile im Stadtgebiet verteilt zu haben. Wie focus.de berichtet, soll der Student dem toten Chinesen obendrein die Leber entfernt haben. Unter Berufung auf die Antragsschrift der Staatsanwaltschaft Gera könne laut dem Nachrichtenportal ein kannibalistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden. 

Thüringen: Chinesischer Student in Jena ermordet und zerstückelt - Tatverdächtiger wollte an Computer und Telefon

Bei dem Opfer handle es sich laut Staatsanwaltschaft um einen 25-jährigen Germanistikstudenten aus China. Er soll am 24. August 2018 von einem Vietnamesen mit einem Hammer erschlagen und anschließend zerstückelt worden sein. Der Tatverdächtige verpackte laut Focus Online die Leichenteile in Tüten und verteilte sie quer durch das Stadtgebiet von Jena. Kurz nach der Tat habe sich der Physikstudent selbst gestellt und die Polizei an die Orte geführt, an denen er die sterblichen Überreste deponiert hatte. 

Als Motiv nannten die Ermittler zunächst Habgier, so das Online-Portal. Der Tatverdächtige habe demnach Computer und Mobiltelefon des chinesischen Studenten entwendet, um anschließend hochwertige Ware im Internet zu bestellen. Doch mittlerweile halte die Staatsanwaltschaft auch ein kannibalistisches Motiv für denkbar. 

Student in Jena ermordet - Verdacht auf Kannibalismus

Anstoß für den Verdacht auf Kannibalismus lieferte laut Focus Online die Obduktion. Die habe nämlich ergeben, dass dem Opfer gezielt mit einem Messer die Leber entnommen wurde. Außerdem wäre der Vietnamese umgehend in eine Klinik gebracht worden, weil eine schwere psychische Erkrankung vermutet worden wäre. Wahrscheinlich äußerte der 23-Jährige dort, dass er mit der Tat seinem Film-Idol - den Serienkiller Hannibal Lecter - nachgeeifert hatte. Wie das Nachrichtenportal berichtet, habe der Tatverdächtige in den Tagen zuvor einige Male die Krimiserie „Hannibal“ angesehen. 

Auch gegenüber der Bild wurde die Verbindung zwischen dem Studenten und dem Film-Charakter bestätigt. „Hannibal hat auf jeden Fall eine große Rolle im Leben des Beschuldigten gespielt“, meint Staatsanwalt Martin Zschächner zur Zeitung. Ob der 23-Jährige die Leber wirklich gegessen habe, - wie sein Vorbild Hannibal Lecter - sei nicht bekannt. Doch das Organ wurde noch immer nicht gefunden, heißt es weiter. Der Verdacht auf Kannibalismus liege also nahe. 

Jena: 23-Jähriger ermordet und zerstückelt Studenten - Prozess beginnt in Kürze

Mittlerweile sei bei dem mutmaßlichen Täter eine paranoide Schizophrenie diagnostiziert worden, so focus.de. Damit wäre er nicht in der Lage gewesen, das Unrecht seiner Tat einzusehen. Deswegen gebe es auch eine Antrags- und keine Anklageschrift. Sollte der Vietnamese also schuldig gesprochen werden, müsste er nicht ins Gefängnis, sondern für längere Zeit in eine Klinik. Ende Februar beginne der Prozess.

Auch in der Schweiz ereignete sich ein mysteriöser Todesfall: Eine Britin starb, ihr deutscher Freund behauptete bei der Polizei: Es war ein Unfall im Hotelbett.

Video: Das passiert in deinem Körper, wenn du zum Kannibalen wirst

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mef 

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