Neuauflage des Verfahrens abgewiesen

Jetzt droht Julian Assange die Auslieferung

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Julian Assange droht die Auslieferung nach Schweden.

London - Für Julian Assange wird es langsam eng: Das oberste britische Gericht hat am Donnerstag eine Wiederaufnahme des Auslieferungsverfahrens vom Wikileaks-Gründer abgewiesen.

Die Auslieferung von Wikileaks-Gründer Julian Assange nach Schweden rückt näher. Der Oberste Gerichtshof in Großbritannien lehnte am Donnerstag eine Wiederaufnahme des Auslieferungsverfahrens ab.

Was ist Wikileaks? Sieben Fakten zum Projekt

Gegründet wurde Wikileaks im Jahr 2006 nach eigenen Angaben von chinesischen Dissidenten, Journalisten, Mathematikern sowie Technikern von Start-up-Unternehmen aus den USA, Taiwan, Europa, Australien und Südafrika. © dpa
Wikileaks steht nicht in Verbindung mit dem Internetlexikon Wikipedia, benutzt aber das gleiche Programm, das die Bearbeitung durch beliebige Nutzer ermöglicht. Der englische Begriff “leak“ bedeutet “Leck, undichte Stelle“. Die Dokumente werden vor der Veröffentlichung von Mitarbeitern gesichtet und überprüft. © dpa
Wikileaks finanziert sich durch Spenden, der Finanzbedarf lag 2010 bei 600.000 Dollar jährlich. Im Dezember 2010 verhängten Kreditkartenfirmen wie Visa, MasterCard und Western Union eine Blockade gegen Wikileaks. © dpa
Mehr als eine Million Dokumente hat Wikileaks veröffentlicht, seit es Anfang 2007 im Internet startete. © dpa
Offizieller Sitz war zunächst Schweden, später wechselte Wikileaks auf Server in Frankreich und auf etliche Spiegelserver. Als treibende Kraft hinter Wikileaks gilt der Australier Julian Assange. Sein Sprecher Daniel Domscheit-Berg zog sich wegen interner Differenzen aus dem Projekt zurück. © dpa
Im vergangenen Jahr arbeiten fünf Vollzeitmitarbeiter sowie 1000 weitere, teils sporadische Mitarbeiter für das Projekt. © dpa
Rund 100 juristische Verfahren wurden bereits gegen Wikileaks angestrengt, die sämtlich von dem Projekt gewonnen wurden. © dpa

Das Gericht hatte bereits im Mai eine Überstellung nach Schweden für rechtens erklärt. Dort wird Assange der Vergewaltigung beschuldigt. Das juristische Ringen um die Auslieferung Assanges zieht sich bereits fast zwei Jahre hin.

dapd

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