Gib ihm!

„Sheeeesh?!“ Diese Wörter stehen als Jugendwort 2018 zur Wahl

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Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben ihre Jugendwörter eingereicht. Aus der Top 30 können nun alle wählen, die Lust haben.

In diesem Jahr stehen online wieder 30 Wörter zur Wahl, aus denen die Langenscheidt-Jury am 16. November 2018 das Jugendwort des Jahres kürt.

„Stimm jetzt für deinen Fav ab und gewinne fancy Preise!“, schreibt der Verlag Langenscheidt auf seiner Homepage. Wörter wie „Fav“ für Favorit und „fancy“ für originell, schick oder besonders stehen nicht mehr auf der Liste der Begriffe, die als mögliche Jugendwörter des Jahres zur Auswahl stehen. Was hier aufgeführt wird, ist– zumindest für den erwachsenen Leser – wohl noch fremder.

Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben ihre Lieblingswörter eingereicht, der Verlag hat davon laut eigener Auskunft „die besten Einreichungen“ in einer Top 30 zusammengestellt. Nun kann jeder, der Lust hat, darüber abstimmen, welches Wort zu den Top 10 gezählt werden soll. Aus diesen zehn Wörtern wählt am 16. November 2018 die Jury das Jugendwort des Jahres aus.

Teilnehmer der Abstimmung werden mit Preisen gelockt: Der erste bis fünfte Preis ist ein Funskater (ein Skateboard), der sechste bis zehnte ein verschließbares Trinkglas und der elfte bis 15. ein Langenscheidt Sprach-Paket in einer Sprache nach Wahl. Wer sich beteiligen will, braucht nur eines der Wörter auszuwählen und seinen vollen Namen und seine E-Mail-Adresse anzugeben. Jugendlich muss er nicht sein. Am 14. November 2018 werden die Gewinner benachrichtigt.

Jugendwort 2018 Liste: Diese Wörter stehen zur Auswahl

  • AF, as fuck (Betonung, wie besonders etwas ist, Beispiel: Die neue Staffel ist sick as fuck!)
  • Appler (Eine Person, die mit seinem Apple-Produkt angibt, also ein Apple Angeber, Anspielung auf Getränk „Äppler“)
  • Auf dein Nacken! (Du zahlst!)
  • Axelfasching (Achselhaare)
  • Besti (beste Freundin)
  • Borderitis (Allergie gegen Grenzen)
  • boyfriend-material/ girlfriend-material (ein Mann/eine Frau, der/die sich für eine Beziehung eignet)
  • breiern (brechen und trotzdem weiter feiern)
  • chinning (Doppelkinn-Challenge, bei der man Selfies mit Doppelkinn postet)
  • Ehrenmann/Ehrenfrau (Gentleman, Lady, jemand, der etwas Besonderes für dich tut)
  • einwrapen (in eine Decke einrollen wie ein Wrap)
  • Exting (mit jemanden via Texting bzw. Text-Messenger Schluss machen)
  • Gib ihm! (Ja man! Mach das! Richtig so!)
  • glucose-haltig (süß)
  • Gymkie (extremer Fitnesssportler, Gym + Junkie)
  • Ich küss dein Auge (Ich hab dich gern oder ein sehr starkes Danke)
  • Igers (Instagrammer)
  • Kocum (mein Bester, bester Freund)
  • lan (krass)
  • Lauch (Trottel)
  • lindnern (lieber etwas gar nicht machen, als etwas schlecht machen)
  • lituation (eine Situation, die lit (cool) ist)
  • lmgtfy (let me google that for you, Ausdruck, wenn jemand eine unnötige Frage stellt, die auch Google beantworten kann)
  • rant (Ausraster, Beispiel: Der ist gerade voll am Ranten!)
  • Screenitus (Gefühl, wenn man zu lange auf den Bildschirm gestarrt hat)
  • sheeeesh (Wirklich? Echt jetzt? Nicht dein Ernst?!)
  • Snackosaurus (verfressener Mensch)
  • verbuggt (voller Fehler, falsch gestrickt, Beispiel: Du bist so verbuggt, du nervst!)
  • wack (uncool, langweilig)
  • zuckerbergen (stalken)

Jugendwort 2017

Im vergangenen Jahr wurde „I bims“ als Jugendwort gekürt. Es ist eine bewusste Falschschreibung von „Ich bin’s“, die von dem österreichischen Rapper Money Boy geprägt und später von der Facebookseite „Nachdenkliche Sprüche mit Bilder“ weiterverbreitet wurde. Auf der Seite werden Bilder und Texte gepostet, die absichtlich Rechtschreibfehler enthalten, um mit einem Augenzwinkern Bezug auf schlechte Grammatik- und Sprachkenntnisse vieler Jugendlicher zu nehmen. Populär war im vergangenen Jahr beispielsweise die Formulierung "vong ... her", die ebenfalls von der Seite bekannt gemacht wurde.

Für „I bims“ hatte sich die Jury entschieden, obwohl im Online-Voting „geht fit“ (geht klar) und „napflixen“ (ein Nickerchen halten, während man etwas auf Netflix schaut) vorn gelegen hatten. 

Verstehen Sie die Jugendlichen? Hier haben wir ein Quiz zusammengestellt.

Dass Voting- und Jury-Entscheidungen immer wieder auseinander gehen, wurde bereits in mehreren Jahren zuvor kritisiert: 2016 lag „isso“ (Ausdruck für eine Zustimmung) vorn, die Jury entschied sich aber für „fly sein“ (jemand geht besonders ab). Die Mehrheit stimmte 2015 für „merkeln“ (keine Entscheidung treffen), die Jury aber für „Smombie“, einem Kunstwort aus „Smartphone“ und „Zombie“.

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