Seltsamer Favorit

Jugendwort-Wahl: Wussten Sie, was "merkeln" heißt?

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Wird "merkeln" zum "Jugendwort des Jahres"?

München - Das Verb „merkeln“ ist der Favorit bei der Wahl zum Jugendwort des Jahres 2015. Aber wussten Sie überhaupt, was das Wort bedeutet?

Mittels Online-Voting konnten Interessen noch bis Samstagabend unter 30 Vorschlägen ihr Lieblingswort wählen. Eine Jury entscheidet am 13. November, welche der zehn am häufigsten angeklickten Neuschöpfungen zum Jugendwort gekürt wird, wie eine Sprecherin des Langenscheidt-Verlages in München sagte.

Das Wort „merkeln“ bedeutet „nichts tun, keine Entscheidung treffen, keine Äußerung von sich geben“. Unter den Vorschlägen finden sich auch „rumoxidieren“ (für chillen), „Discopumper“ (trainiert nur, um in der Disco gut auszusehen) oder „Egoshoot“ (Selfie). Im vergangenen Jahr wurde „Läuft bei dir“ zum Jugendwort gekürt.

dpa

Die lustigsten "Jugendwörter des Jahres"

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Das „Jugendwort des Jahres“ 2014 ist ein Satz: „Läuft bei Dir“ als Synonym für cool oder krass © dpa
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Auf dem zweiten Platz 2014 landete „Gönn dir!“, als Ausdruck für „Viel Spaß dabei“. © dpa
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Auf Rang drei findet sich „Hayvan“: Das türkische Wort für Tier, das ursprünglich aus dem Arabischen stammt, könne sowohl positiv als auch negativ verwendet werden - entweder als Synonym für „Muskelpaket“ sowie „treuer Freund“ oder für „ohne Denkvermögen“. © dpa
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Das berühmte „Selfie“ schaffte es nur auf Platz vier. © dpa
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Auch „Senfautomat“ war als "Jugendwort des Jahres" 2014 nominiert, schaffte es aber nur auf Platz fünf. Es ist ein Ausdruck für jemanden, der alles kommentiert, also immer seinen Senf dazu geben muss. © dpa
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2013: Babo. Das Wort bedeutet so viel wie Boss oder Anführer. Der Ausdruck erinnert an den türkischen Baba (Vater) und wird vor allem in kurdischen Gebieten der Türkei benutzt. Hierzulande bekanntgemacht hat den Begriff der deutsch-kurdische Rapper Haftbefehl aus Offenbach - mit seinem Lied „Chabos wissen wer der Babo ist“. © dpa
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2012: Yolo. Es ist ein Akronym und steht für „You only live once“ - eine Aufforderung, alle Chancen auf Erlebnisse zu nutzen. © dpa
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2011: Swag. Der US-amerikanische Ausdruck bezeichnet eine „beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung“ oder eine „charismatisch-positive Aura“. Wörtlich übersetzt bedeutet „to swagger“ stolzieren, prahlen oder schwadronieren, und „swaggerer“ heißt Aufschneider oder Angeber. © dpa
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2010: Niveaulimbo. Mit dem Begriff beschrieben Jugendliche 2010 das Absinken des Niveaus beispielsweise im Fernsehprogramm, bei Partys oder in Gesprächen. © dpa
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2009: hartzen: Das an Hartz IV angelehnte Wort kann so etwas wie rumhängen oder auch arbeitslos sein heißen. © dpa
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2008: Gammelfleischparty. Das erste „Jugendwort des Jahres“ ist eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für eine Ü-30-Party. © dpa

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