Viel Sonne, bestes Badewetter

Juli 2013 mit Rekord-Hitze

Offenbach - Juli wie im Bilderbuch: viel Sonne, ideales Badewetter. Manchem war's zu heiß, und mancherorts prasselten Sturzfluten und riesige Hagelkörner vom Himmel. Unter dem Strich war der Monat zu warm, zu trocken und zu sonnig.

Die Hitzewelle der vergangenen Tage hat den Juli 2013 in die Top Ten der heißesten Juli-Monate Deutschlands gespült. Der Monat geht als sechstheißester Juli seit 1881 in die Geschichte ein. Die Durchschnittstemperatur habe 2,6 Grad über dem langjährigen Mittel (1961 bis 1990) gelegen, berichtete der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach. Auf Platz 1 liegt der Juli 2006, als die Durchschnittstemperatur sogar 5,2 Grad über dem Normalwert lag.

Trotz der heftigen Gewitter, die vielerorts Keller und Straßen unter Wasser setzten, war es unter dem Strich zu trocken: Der DWD ermittelte bundesweit im Schnitt ganze 40 Liter Regen pro Quadratmeter, normal sind im Juli 78 Liter.

Dabei gab es riesige regionale Unterschiede: Während es in manchen Regionen den ganzen Monat kaum regnete, prasselten bei Aalen in Baden-Württemberg während eines Unwetters am 24. Juli innerhalb von zwei Stunden 104 Liter Regen pro Quadratmeter herunter.

Obwohl heiße Sahara-Luft im letzten Monatsdrittel die Temperaturen gegen 40 Grad trieb und an einigen Stationen lokale Rekorde purzelten, wurde der deutsche Hitzerekord nicht gebrochen: Heißester Ort in diesem Juli war Rheinfelden im Süden Baden-Württembergs, wo am 27. Juli 38,6 Grad gemessen wurden. Der vom DWD ermittelte Spitzenwert in Deutschland beträgt 40,2 Grad - gemessen 1983 und 2003 in der Oberpfalz, Karlsruhe und Freiburg.

Sonnenschein gab es im Juli satt - 290 Stunden lang registrierte der DWD, 39 Prozent mehr als das langjährige Juli-Mittel. Das ist Platz 2 in der Sonnenscheinstatistik, die seit 1951 geführt wird. Nur im Juli 2006 schien die Sonne noch länger (335 Stunden), wie es in der DWD-Julibilanz heißt.

dpa

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