Kaliber 38 im Rucksack

Junge (4) mit geladener Pistole im Kindergarten

New York - Ein schockierender Fall sorgt in den USA erneut für Diskussionen über das Waffenrecht. Eine geladene Pistole hatte ein vier Jahre alter Junge in seinem Rucksack mit in den Kindergarten gebracht.

Die Waffe sei gesichert gewesen, hatte aber eine Patrone in der Kammer, meldete das „Kennebec Journal“ am Donnerstag aus Maine, dem nordöstlichsten Staat der USA. Der Fall habe sich bereits am 23. April ereignet, jetzt sei der 31 Jahre alte Vater wegen grob fahrlässigen Verhaltens angezeigt worden.

Die Pistole mit dem großen Kaliber 38, vergleichbar der Neun-Millimeter-Munition der deutschen Polizei, war im Rucksack des Kleinen gefunden worden. Wie genau er an die Waffe kam, war zunächst unklar. „So kleine Kinder sehen Waffen als ein Spielzeug. Deshalb müssen die Eltern entsprechend darauf aufpassen“, sagte Staatsanwältin Maeghan Maloney. „Weil er das nicht getan hat, hat der Vater fahrlässig gehandelt. Das hätte in einer Tragödie enden können, nicht nur für die Familie, sondern für den ganzen Kindergarten.“

Jedes Jahr töten Schusswaffen in den USA etwa 30 000 Menschen. Gut die Hälfte davon sind Selbstmorde, etwa ein Drittel Morde. Mehr als 1000 Tote gibt es jedes Jahr durch Fahrlässigkeit beim Umgang mit Waffen.

dpa

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