Söhne ziehen später aus

Junge Menschen wohnen lange zu Hause

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In die erste eigene Wohnung ziehen die meisten jungen Menschen erst später. Mehr als die Hälfte der 18- bis 24-Jährigen wohnt noch bei den Eltern. Foto: Jens Kalaene

Früh selbstständig sein und in seinen eigenen vier Wänden wohnen? Das scheint für viele junge Menschen zwischen 18 und 24 Jahren nicht so wichtig zu sein.

Wiesbaden (dpa) - Fast zwei Drittel aller jungen Menschen in Deutschland wohnen noch bei ihren Eltern. Wie aus der statistischen Erhebung Mikrozensus hervorgeht, lebten im vergangenen Jahr 62 Prozent der 18- bis 24-Jährigen mit ihren Eltern in einem Haushalt.

Der Anteil blieb in den vergangenen zehn Jahren nahezu unverändert, wie die Statistiker am Dienstag in Wiesbaden berichteten. 2005 waren es zum Beispiel 64 Prozent. Aber es gibt Unterschiede: Die Neigung zum Nesthocker-Dasein hängt vom Geschlecht und vom Wohnort ab. So leben Töchter deutlich weniger lange bei den Eltern als Söhne. 2015 wohnten nur 56 Prozent der jungen Frauen von 18 bis 24 Jahren zu Hause, aber 68 Prozent ihrer männlichen Altersgenossen.

Lange bei den Eltern zu wohnen, ist auf dem Land verbreiteter als in der Stadt. In Gemeinden unter 10 000 Einwohnern lebten 78 Prozent aller jungen Erwachsenen bei den Eltern, in Großstädten ab 500 000 Einwohnern traf das nur auf 45 Prozent der Altersgruppe zu.

Studie des Statistischen Bundesamts

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