Eine Geschichte wie aus dem Kinderbuch

Siebenjähriger veröffentlicht Buch, um schwer krankem Freund zu helfen

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Dicke Freunde: Der siebenjährige Dylan (links) machte ein Buch mit Zeichnungen für seinen Freund Jonah, der an einer unheilbaren Krankheit leidet. Durch den Verkauf sind bislnag mehr als eine halbe Million Euro zusammen gekommen. Damit unterstützt der junge Autor die Forschung auf der Suche nach einem Heilmittel.

Los Angeles. Es ist eine Geschichte wie aus einem Kinderbuch. Die Geschichte von zwei kleinen Jungen, von besten Freunden. Einer von ihnen ist unheilbar krank. Um ihm zu helfen, malt der andere Bilder und verkauft sie. Den Erlös, eine halbe Million Euro, spendet er für die Erforschung der Krankheit.

Es ist eine wahre Geschichte. Dylan Siegel (7) und Jonah Pournazarian (8) kommen aus dem US-Bundesstaat Kalifornien. Sie leben in Los Angeles. Die beiden kennen sich seit der Vorschule. Dylan leidet unter Glykogenose – einer seltenen, genetisch bedingten Stoffwechselerkrankung. Sein Blutzuckerspiegel ist permanent zu niedrig. Die Unterzuckerung kann Krämpfe auslösen, bei nicht rechtzeitiger Behandlung kann es sogar zum Koma oder Tod kommen. Ein Heilmittel gibt es nicht.

Hier finden Sie mehr Infos zu dem Buch.

Als Jonah das erfährt, beschließt er, seinem Freund zu helfen. Er malt Bilder, die ihn und seinen Freund zeigen. Sie sollen Dylan aufmuntern. Gemeinsam mit seinen Eltern macht er aus den Bildern ein Buch. Der Titel: „Chocolate Bar“ (auf deutsch „Schokoriegel“). Im November 2013 verkaufen sie 200 Exemplare, nehmen fast 4000 Euro ein.

Noch mehr Bücher werden gedruckt und verkauft. Die Einnahmen spenden Sie der Universität von Florida, wo Jonahs Arzt an einer Gentherapie für die Heilung der Krankheit forscht.

Die Aktion wird schnell bekannt, die beiden Jungen im ganzen Land berühmt. 16 000 Bücher wurden bislang verkauft, fast 600 000 Euro sind zusammengekommen. Damit hat Dylan mit seinem Buch mehr Geld für die Erforschung der Krankheit gesammelt als Stiftungen oder Stipendien. Und er macht weiter.

Von Moritz Schäfer

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