Justizopfer in den USA

Unschuldig in Haft: Millionen-Entschädigung

New York - Er saß 23 Jahre unschuldig im Gefängnis: Ein 59-Jähriger bekommt in den USA 6,4 Millionen Dollar Entschädigung. Ein Polizist hatte die Ermittlungen in seinem Fall manipuliert.

Die Stadt New York hat bekanntgegeben, 6,4 Millionen Dollar (4,7 Millionen Euro) an einen Mann zu zahlen, der 23 Jahre unschuldig im Gefängnis saß. Der New Yorker Finanzkontrolleur Scott Stringer teilte am Donnerstag mit, sie hätten eine außergerichtliche Einigung erreicht, die im "besten Interesse aller Parteien" sei.

Der 59-jährige David Ranta war 1991 wegen der Ermordung eines jüdisch-orthodoxen Rabbiners bei einem missglückten Raubüberfall verurteilt worden. Ranta, der im vergangenen März freigelassen wurde, hatte immer seine Unschuld beteuert.

Geständnisse erfunden

Später stellte sich heraus, dass die Ermittlungen von dem zuständigen Polizisten Louis Scarcella manipuliert worden waren. Auch in zahlreichen anderen Verfahren soll er Geständnisse erfunden und Zeugen unter Druck gesetzt haben. Ein weiterer Häftling, der basierend auf den Ermittlungsergebnissen Scarcellas verurteilt worden war, wurde inzwischen ebenfalls freigelassen.

Ranta, der am Tag nach seiner Freilassung einen Herzschlag erlitt, hatte ursprünglich angekündigt, die Stadt auf eine Entschädigung von 150 Millionen Dollar verklagen zu wollen.

afp

Rubriklistenbild: © dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.