Mysteriös

Polizei ermittelt: MDR erhält Kaufangebot für Schmuckstück aus Grünem Gewölbe

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Beim Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden ist auch der Bruststern des Polnischen Weißen Adler-Ordens verschwunden. Welche Stücke zum Kauf angeboten worden sind, ist unbekannt.

Dem MDR ist ein Schmuckstück aus dem Juwelendiebstahl im Grünen Gewölbe in Dresden zum Kauf angeboten worden. 

  • Bei dem Juwelenraub aus dem „Grünen Gewölbe“ in Dresden sind unschätzbare Kunstschätze gestohlen worden.
  • Eine Überwachungskamera zeichnete den brutalen Diebstahl vom 25. November 2019 auf.
  • Nun wurden auch dem MDR Schmuckstücke angeboten.

Update vom 13. Januar 2020: Die Polizei prüft ein angebliches
Kaufangebot an die Redaktion der  MDR-Sendung „Kripo live“ für aus dem  Dresdner Grünen Gewölbe gestohlenen Schmuck. „Im Moment können wir noch nicht einschätzen, ob das Trittbrettfahrer sind oder ob da was dran ist“, sagte ein Sprecher der Polizei in Dresden am Montagmorgen. Der MDR hatte am Sonntagabend über das angebliche Kaufangebot berichtet.

Dem Bericht zufolge hatte zuvor eine israelische Sicherheitsfirma „über dieselbe verschlüsselte Mailadresse“ ein anonymes Kaufangebot über demnach neun Millionen Euro für zwei Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe erhalten. Im Rahmen der Recherche zu dem Fall habe die Redaktion von „Kripo live“ die Mailadresse kontaktiert und schließlich ein drittes Schmuckstück angeboten bekommen. „Auch dafür verlangten die mutmaßlichen Täter die Zahlung von mehreren Millionen Euro in Bitcoins“, berichtete der MDR. In einer weiteren Mail an die Redaktion sei die Forderung plötzlich „auf eine deutlich geringere Summe“ gesunken. In einer nachfolgenden Mail habe es dann geheißen: „Wir werden bald die Diamanten herausschneiden und sie neu schleifen.“

Die Ermittlungsbehörden in Dresden hatten am Freitag jedoch erklärt, sie hätten keine Hinweise darauf, dass gestohlene Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe einer israelischen Sicherheitsfirma zum Kauf angeboten worden seien.

Auch MDR erhält Kaufangebot für Schmuckstück aus Grünem Gewölbe

Ursprungsmeldung vom 12. Januar 2020:

Dresden -  Das Kaufangebot erfolgte im Zuge von Recherchen der MDR-Redaktion "Kripo live", wie der MDR am Sonntag berichtete. Die Anbieter hätten mit der Redaktion über dieselbe verschlüsselte E-Mail-Adresse kommuniziert, über die vor einigen Tagen bereits mit einer israelischen Sicherheitsfirma kommuniziert worden sein soll.

Der israelischen Firma waren Medienberichten zufolge zwei Schmuckstücke aus dem Grünen Gewölbe für neun Millionen Euro angeboten worden. Die Redaktion der Sendung "Kripo live" nahm dem MDR-Bericht zufolge daraufhin eigenständig Kontakt über diese E-Mail-Adresse auf und bekam überraschend eine Antwort.

Kaufangebot für Schmuckstück aus dem Grünen Gewölbe

In einem längeren Mailwechsel wurde der Redaktion dem Bericht zufolge ein drittes Schmuckstück angeboten. Auch dafür verlangten die Anbieter demnach die Zahlung von mehreren Millionen Euro in der Internetwährung Bitcoin.

In einer nachfolgenden Mail sei die Forderung plötzlich auf eine deutlich geringere Summe gesunken, berichtete der MDR. Außerdem habe der Anbieter auch grobe räumliche Angaben übermittelt, wo das angebotene Schmuckstück zu finden sei. In einer weiteren Mail sei schließlich mit einer Zerstörung der Juwelen gedroht worden: „Wir werden bald die Diamanten herausschneiden und sie neu schleifen“, zitierte die MDR aus der E-Mail der vermeintlichen Diebe.

Die Redaktion hat den E-Mail-Wechsel nach eigenen Angaben umgehend an die Sonderkommission „Epaulette“ der Dresdner Polizei weitergeleitet. Die Polizei hat demnach darum gebeten, Teile aus den E-Mails, die Täterwissen enthalten könnten, nicht zu verbreiten, und prüft nun den Inhalt des E-Mail-Verkehrs.

Im Zusammenhang der israelischen Firma hat die Polizei Sachsen ein Statement am 10. Januar 2020, wie folgt im Wortlaut veröffentlicht:

„Die Staatsanwaltschaft Dresden, die Polizeidirektion Dresden und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden haben die israelische Firma CGI nicht mit der Überprüfung des Sicherheitskonzeptes im Grünen Gewölbe oder mit sonstigen Ermittlungen beauftragt.

Hinweise darauf, dass im Grünen Gewölbe gestohlener Schmuck der Firma zum Kauf angeboten wurde, liegen den Ermittlungsbehörden nicht vor. Seitens der Firma wurden keine Erkenntnisse an die Dresdner Staatsanwaltschaft oder die Polizei übermittelt.

Dresden: Juwelen-Raub im Grünen Gewölbe

Ende November waren Einbrecher durch ein Fenster in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss der sächsischen Hauptstadt eingedrungen. Binnen Minuten stahlen sie aus einer Ausstellungsvitrine historischen Juwelenschmuck von großem Wert. Anschließend flohen sie mit einem Auto. Für Hinweise auf die unbekannten Täter wurde eine Belohnung von einer halben Million Euro ausgesetzt.

AFP/ml

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