Kältewelle lässt Kolosseum bröckeln

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Schnee und Kälte setzen dem Kolosseum zu.

Rom - Es hat Jahrhunderte überstanden. Doch Schnee und Kälte der letzten Wochen fordern dem Kolosseum momentan viel ab. Kann deshalb die umstrittene Restaurierung schneller beginnen als geplant?

Die Kältewelle der vergangenen Woche hat dem weltbekannten Kolosseum in Rom zugesetzt. Eis und Schnee bewirkten nach Angaben der römischen Archäologiebehörden, dass kleinere Mauerteile vom oberen Rand des ehemaligen Amphitheaters herunterfielen. Unterdessen macht ein Gutachten der Vergabebehörde in Rom Hoffnung, dass die mehrfach verschobene Restaurierung des stark verschmutzten und verwitterten antiken Bauwerks doch bald beginnen könnte.

Top Orte der Welt: Kölner Dom und Chinesische Mauer

Kölner Dom schloss Neuschwanstein
"Weltwunder" der Deutschen - die bedeutensten Sehenswürdigkeiten in den Augen der Deutschen hat eine Forsa-Umfrage ermittelt.   © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
Platz 1: Die Chinesische Mauer (71 Prozent). © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
Platz 2: Kolosseum in Rom (45 Prozent) © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
Platz 3: Ruinenstadt Machu Picchu in Peru (42 Prozent) © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
Platz 4: Taj Mahal in Indien © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
Auch die Felsenstadt Petra in Jordanien... © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
...Chichen-Itzá-Ruinen in Mexiko. © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
Die Christusstatue in Rio de Janeiro hielten dagegen nur 18 Prozent für bedeutend. © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
Unter den deutschen Bauwerken werden neben dem Kölner Dom (60 Prozent)... © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
...noch das Brandenburger Tor in Berlin (54), © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
Schloss Neuschwanstein (51)... © dpa
Kölner Dom schloss Neuschwanstein
... und die Frauenkirche in Dresden (50) genannt. Die Umfrage wurde unter 1001 Deutschen im Alter ab 14 Jahre in Auftrag gegeben.  © dpa

Die Bauvergabebehörde hatte am Donnerstagabend festgehalten, dass der Sponsorenvertrag über 25 Millionen Euro für Arbeiten am Kolosseum ordnungsgemäß sei. Der Vertrag mit dem italienischen Schuhunternehmer Diego Della Valle widerspreche somit nicht den Grundsätzen von Legalität und Transparenz, hielt die Behörde in Rom fest. Das zuständige regionale Verwaltungsgericht hat eine erste Anhörung zu den Vorwürfen der Unregelmäßigkeit und mangelnden Transparenz bei der Vergabe auf den 7. März gelegt. Der Chef des Schuh- und Luxusgüterkonzerns Tod's hatte wegen der Vorwürfe mit einem Ausstieg aus dem Projekt gedroht.

Vor einem Jahr hatte Della Valle als alleiniger Geldgeber den Vertrag mit der hoch verschuldeten Stadt unterschrieben. Im Gegenzug für die Investitionen soll der Unternehmen am Kolosseum, das jährlich mehr als fünf Millionen Besucher anzieht, für seine Produkte werben dürfen. Die Restaurierung hätte schon Ende 2011 beginnen sollen. Die Arbeiten werden etwa zwei Jahre dauern. Eine Verbraucherorganisation betreibt die gerichtliche Prüfung der Vergabe des Sponsorenvertrages.

dpa

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