Kerstin Riehn aus Bishausen hat zwei Hunde der seltenen Rasse Ovtcharka

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Kerstin Riehn und Nase, ihr erfolgsgekrönter Champion der Rasse Südrussischer Ovtcharka.

Bishausen. Was hat ein Eisbär in der russischen Steppe zu suchen? Natürlich nichts. Es sei denn, es handelt sich um einen Hütehund der Rasse Südrussischer Ovtcharka, der mit seinem langen weißen Fell wie ein Eisbär aussieht und deshalb den Beinamen „Eisbär der russischen Steppe“ trägt.

Heute gibt es von diesen Hunden weltweit nicht einmal mehr 1000 Stück. Zwei davon hält Kerstin Riehn auf dem Vorwerk St. Margarethe bei Bishausen.

Mit ihrem Rüden Belyj Boyar Evan genannt Nase, der am 18. August seinen vierten Geburtstag feiert, hat sie inzwischen auf Ausstellungen zahlreiche nationale und internationale Titel gesammelt. Besonders stolz ist sie auf dem zweiten Platz bei der Welthundeausstellung dieses Jahr in Paris, bei der sie in der Championklasse einen zweiten Platz holte und auf den Titel auf der Europaausstellung vergangenes Jahr in Ungarn. „Nase war absoluter Außenseiter unter den 23 Hunden, darunter der Weltchampion“, freut sich Kerstin Riehn über den Sieg, als ob er gestern gewesen wäre.

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Ihren Erfolgshund holte sie von einem Züchter aus Finnland. „Nase war neun Wochen alt und wog schon zwölf Kilo“, erinnert sich Kerstin Riehn mit einem verschmitzten Lächeln. „Ich habe ihn im Handgepäck mit dem Flugzeug nach Deutschland gebracht.“ Heute hat der Hund eine Schulterhöhe (Stockmaß) von 72 Zentimeter und ein Gewicht von 46 Kilogramm.

Wenn Kerstin Riehn Nase für die Ausstellungen fertig macht, ist Kämmen angesagt. „Ich brauche vier bis fünf Stunden, bis er soweit ist.“

Inzwischen präsentiert sie auch ihren zweiten Südrussen, die acht Monate alte Hündin Bravo Bakkara Belandis, genannt Krümmel, auf verschiedenen Shows, unter anderem. zusammen mit Nase in der so genannten Paarklasse.

„Ich wurde durch ein Buch auf die Rasse aufmerksam“, erzählt Kerstin Riehn. Die selbstständige Buchhalterin hatte schon zuvor ein Faible für Hütehunde, so für ungarische Kovacz.

Angetan ist Kerstin Riehn nicht nur vom Aussehen der Hunde sondern auch von ihrem Wesen. „Sie haben einen starken Wach- und Schutztrieb. Sie benötigen eine klare Rangordnung, sind aber auch in der Lage selbständig zu handeln.“

Die Schwerpunkte der Südrussen-Zucht liegen heute in den Niederlanden, Tschechien, Finnland, Litauen und in der Ukraine. Von dort stammt die Rasse. Hirten auf der Halbinsel Krim haben mit ihrer Zucht vor 200 bis 250 Jahren begonnen, um ihre Herde vor Angriffen von Raubtieren wie dem Wolf zu schützen. Es wird vermutet, dass die Vorfahren auf katalonische Schäferhunde zurückgehen, die mit Merinoschafherden aus dem spanischen Asturien auf die Krim gekommen waren.

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