Video: Pinguin schwimmt 3000 Kilometer in die falsche Richtung

Wellington - Seltener Besuch in Neuseeland: Ein Kaiserpinguin aus der Antarktis ist mindestens 3000 Kilometer bis an die Kapiti-Küste auf der Südinsel geschwommen.

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Die Behörde rief die Anwohner auf, den Pinguin in Ruhe zu lassen. Er sei in guter Verfassung und werde sicher wieder zurückschwimmen. Kaiserpinguine sind die größte Pinguinart und leben in den Gewässern der Antarktis. Sie werden mehr als einen Meter groß und wiegen bis zu 30 Kilogramm. Sie können 450 Meter tief tauchen und die Luft für elf Minuten anhalten. Kaiserpinguine sind nicht gefährdet. Ihre Zahl wird auf 270 000 bis 350 000 geschätzt.

Kaiserpinguin wird nicht in die Antarktis gebracht

Der Pinguin wird nicht in seine Heimat in der Antarktis zurückgebracht. Zum einen gebe es in dieser Jahreszeit keine Möglichkeit, ihn dort hinzubringen, zum anderen müsse verhindert werden, dass Krankheiten in die Antarktis eingeschleppt werden, erklärte am Mittwoch Peter Simpson vom neuseeländischen Umweltamt.

Denn der Pinguin könnte sich bei seinem Weg durch die wärmeren Gewässer um Neuseeland mit Erregern infiziert haben, die in der Antarktis eigentlich nicht vorkommen, sagte Simpson. Man werde deshalb der “Natur ihren Lauf lassen. Er kam auf natürlichem Weg hierher, was ist falsch daran?“

Da es derzeit in der Antarktis fast 24 Stunden dunkel ist, reisen Menschen so gut wie gar nicht dorthin, erklärte Simpson. Auch wäre der Transport des fast einen Meter großen Vogels sehr aufwendig. Er hoffe, dass der Pinguin auch so wieder zurück in die Heimat finde. Er scheine gesund zu sein und habe wohl auch noch genügend Fett, sodass er noch mehrere Wochen nichts mehr zu essen brauche.

Es ist 44 Jahre her, dass zuletzt ein wilder Kaiserpinguin in Neuseeland gesichtet wurde, das rund 3.200 Kilometer entfernt von der Antarktis liegt. Tierschützern zufolge ist der Pinguin etwa zehn Monate alt und 80 Zentimeter groß. Wahrscheinlich verlor er bei der Jagd die Orientierung. Eine Spaziergängerin entdeckte den Pinguin am Montagabend an der Nordwestküste.

dpa/dapd

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