Gärtner Bernhard G. führte Todesliste

„Pfalz-Bomber“ sprengte Arzt (†64) in die Luft: Ermittlungen nach acht Monaten abgeschlossen

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Ein Gärtner auf Rachefeldzug tötet mit einer Sprengfalle einen Arzt bei Kaiserslautern.

Bernhard Graumann sprengte einen Arzt (†64) mit einer Handgranate in die Luft. Die Staatsanwaltschaft nennt weitere schockierende Details und Hintergründe.

Update vom 12. November: Im Frühjahr 2019 versetzte der als „Pfalz-Bomber“ bekannt gewordene Gärtner Bernhard G. die Menschen in Rheinland-Pfalz in Angst und Schrecken. Der 59-Jährige tötete einen Arzt mit einer Sprengfalle und verletzte eine Mutter und ihre kleine Tochter schwer. Kurze Zeit später wurde ein weiterer Sprengsatz in einem Carport in Fischbach (Kaiserslautern) entdeckt, der jedoch nicht auslöste. Schnell vermuteten die Ermittler, dass G. die Sprengfallen aus Rache gelegt hatte. Bernhard G. konnte zu seinem Motiv keine Aussage mehr machen. Er nahm sich im März 2019 mit einer Überdosis Insulin das Leben. In seiner Wohnung wurde eine Liste mit mehreren Namen gefunden – darauf auch die seiner bisherigen Opfer, mit denen der Gärtner in der Vergangenheit in Konflikt geraten war. Weil die Ermittler befürchteten, dass Bernhard G. vor seinem Tod noch weitere Sprengfallen präpariert hatte, wurden insgesamt 60 Grundstücke in Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Niedersachsen nach verdächtigen Gegenständen abgesucht.

Wie das zuständige Polizeipräsidium Westpfalz nun, acht Monate nach dem Bekanntwerden der Fälle, mitteilt, seien die Ermittlungen abgeschlossen. „Sie haben die ersten Bewertungen des Sachverhalts bestätigt, darüber hinaus aber keine weiteren Sprengfallen zutage gefördert“, heißt es in der Mitteilung. Hinweise auf einen Komplizen des „Pfalz-Bombers“ hätte es nicht gegeben.

Erschreckende Details zu Pfalz-Bomber: Er führte eine Todesliste und wollte selbst Polizist werden

Update vom 15. März: Er tötete einen Arzt, weil er mit ihm vor über 10 Jahren einen Streit hatte, verletzte eine Mutter und ihre beiden Kinder durch eine Sprengfalle und gefährdete unschuldige Personen: Es sind schockierende Details zu Bernhard Graumann, die die Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in einer Pressekonferenz in Kaiserslautern berichten.

Graumann ist bereits vor 30 Jahren polizeilich in Erscheinung getreten. 1985 schoss er mit einer illegalen Waffe auf den Lebensgefährten seiner Ex-Frau – aus Notwehr, wie das Gericht damals entschied. 2011 wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er Schwarzpulver besaß. Auch für mehrere Sachbeschädigungen war er verantwortlich.

Arzt in die Luft gesprengt: Todes-Gärtner nahm nach 10 Jahren Rache

Die genauen Hintergründe zu dem Streit, der vermutlich zum Tod des Arztes aus Enkenbach-Alsenborn geführt hat, sind weiterhin unklar. Udo Gehring, Leitender Oberstaatsanwalt, erklärt allerdings, dass der Streit schon rund 10 Jahren zurückliegt. Graumann soll bereits in seinem privaten Umfeld gesagt haben, dass er den 64-Jährigen „platt machen“ wolle, und dass er den Arzt mitnehme, wenn er gehen werde, so Oberstaatsanwalt Christian Schröder. Der Landschaftsgärtner tötete den 64-Jährigen am 1. März mittels einer versteckten Handgranate.

Bernhard Graumann nahm den Tod Unschuldiger in Kauf

Graumann agierte mit seinen Taten komplett rücksichtslos und nahm auch den Tod anderer billigend in Kauf. So wurden in Otterberg neben einer 37-jährigen Frau auch deren 4 und 7 Jahre alten Kinder verletzt. In Fischbach hätte die gut getarnte Sprengfalle einen Bewohner erwischt, gegen dessen Vermieterin Graumann Groll hegte.

Den Geschädigten gehe es „den Umständen entsprechend gut“, heißt es in der Pressekonferenz. Ein Trauma könne sich jedoch auch erst in der Zukunft zeigen.

Sprengfallen in Rheinland-Pfalz: Führte Graumann eine Todesliste?

Als die Wohnung des Toten genau unter die Lupe genommen wurde, fanden die Ermittler neben Schwarzpulver, Waffenteilen, Stahlkapseln und einer Bohrmaschine auch ein Notizbuch. Darin waren insgesamt sechs Namen mit einem roten Zeichen markiert – unter anderem die Namen der 37-Jährigen sowie der Wohnungsinhaberin in Fischbach. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, wurden die anderen vier aufgelisteten Personen aufgesucht und ihr Zuhause und Arbeitsplatz gründlich durchsucht. Es wurden jedoch keine weiteren Fallen gefunden.

Explosion nahe Kaiserslautern: Polizei sucht über 109 Personen auf

Insgesamt gehen bei der Polizei 169 Hinweise nach Bekanntwerden der versteckten Sprengfallen im Raum Kaiserslautern nach. 109 Personen geben an, dass sie einen Konflikt mit Graumann hatten. Sie galten als potenziell gefährdet. Alle wurden von den Ermittlern aufgesucht, auch hier wurden keinerlei Sprengsätze gefunden. Aber: Bislang sind die Ermittlungen noch nicht beendet. „Es ist noch nicht ausgeschlossen, dass wir weitere Sprengfallen finden“, so Frank Gautsche, Leiter der Sonderkommission. Denn Graumann sei selbst „nach seinem Tod als enorm gefährlich einzustufen“, so Gautsche.

Sprengfallen in Rheinland-Pfalz versteckt: Daran starb der Todes-Gärtner

Gegenüber Dritten habe Graumann behauptet, er leide an Bauchspeicheldrüsenkrebs - das hatte er allerdings erfunden. Er litt an Diabetes. Der 59-Jährige hatte sich eine Überdosis Insulin verabreicht, an der er laut Obduktionsergebnis gestorben ist. Graumann war bis zum Schluss mit seiner Frau verheiratet, sie lebten jedoch getrennt in unterschiedlichen Stockwerken des gleichen Hauses. Der Todes-Gärtner hat einen Sohn, der bei der Polizei arbeitet. Diese Beziehung war laut Heiner Schmolzi, Leiter der Kriminaldirektion Kaiserslautern, „eher schwierig.“ Graumann selbst hatte 1980 eine Ausbildung als Polizist angefangen, jedoch ein Jahr später wieder beendet.

Ein Landschaftsgärtner mit einer Sprengfalle einen Arzt getötet und zwei Frauen verletzt haben. 

Mörderischer Gärtner verteilt Sprengfallen: Ermittler wollen am Freitag neue Details bekannt geben

Update vom 14. März 2019: Im Fall des Rachefeldzugs des Gärtners Bernhard G. bei Kaiserslautern wollen Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag (15. März) den neuen Stand der Ermittlungen öffentlich machen. Wegen eines Streits soll der 59-Jährige aus Rheinland-Pfalz einen Arzt mit einer Sprengfalle getötet und eine Mutter und ihre kleine Tochter verletzt haben. Bernhard G. selbst kann sich zu seinen Taten nicht mehr äußern – er wurde tot in seinem Haus gefunden. Es wird weiterhin befürchtet, dass der Mann vor seinem Tod weitere Sprengfallen hinterlassen hat. Ein dritter Sprengkörper wurde in manipulierten Holzscheit in einem Carport entdeckt. Bei der Presskonferenz um 11 Uhr wollen die Behörden am Freitag auch Stellung zur den Umständen des Todes des Gärtners geben.

Update vom 13. März, 10.30 Uhr: Fast zwei Wochen nach dem Tod von Bernhard G. und dem Start seiner Racheaktionen ist noch unklar, woran er gestorben ist. Das bestätigt ein Sprecher der Polizei Westpfalz auf Ludwigshafen24-Anfrage. 

Das toxikologische Gutachten stehe noch aus und könne noch etwas dauern, obwohl es schon beschleunigt worden sei. Zudem habe es keine weiteren Hinweise oder Funde gegeben. Die Sonderkommission gehe aber weiterhin älteren Hinweisen nach. 

Die Motive für die Taten seien weiterhin unklar. Am Freitag (15. März) wollen die Polizei Westpfalz und die Staatsanwaltschaft eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten und dort den aktuellen Stand der Ermittlungen präsentieren.

Update vom 11. März, 12.50 Uhr: Die Ermittler haben erneut Häuser und Grundstücke nach Sprengfallen abgesucht. Gefunden haben die Sicherheitskräfte in den letzten Tagen aber nichts, sagt ein Polizeisprecher in Kaiserslautern am Montag. „Wir können aber nicht ausschließen, dass es weitere Sprengfallen gibt, und geben vorerst keine Entwarnung." Bisher seien zu dem Fall rund 120 Hinweise eingegangen. „Die Sonderkommission arbeitet diese nach und nach ab“, so der Polizeisprecher. Die Todesursache des Gärtners ist weiterhin unklar. Die Beamten warten auf das Ergebnis eines Gutachtens. Ungeklärt sei zudem die Art des Sprengstoffs, mit dem der 59-Jährige den Arzt in Enkenbach-Alsenborn getötet hatte. Für die Polizei steht der Gärtner als Täter so gut wie fest. Da der Mann nicht mehr lebt, ist auch nicht mit einem Ermittlungsverfahren zu rechnen.

Tödlicher Rachefeldzug eines Gärtners: 120 Anrufe bei Polizei eingegangen

Update vom 8. März, 22.55 Uhr: Nach dem Fund von Sprengfallen in Rheinland-Pfalz haben sich rund 120 Anrufer bei der Polizei gemeldet. „Wir gehen den Verdachtsmomenten nach und überprüfen weiter Häuser und Grundstücke“, sagte ein Polizeisprecher am Freitagmorgen. Gefunden habe man bislang nichts. „Wir können aber nicht ausschließen, dass es weitere Sprengfallen gibt“, so der Sprecher. Zuletzt hatten die Ermittler am Mittwoch (6. März) ein professionell manipuliertes Holzscheit in einem Carport in Fischbach bei Kaiserslautern entdeckt. Die Behörden gehen von einem rücksichtslosen Rachefeldzug eines Gärtners aus. Der 59-Jährige war am Freitag vergangener Woche tot in seinem Haus im Kreis Kaiserslautern gefunden worden. Er soll im Streit einen Arzt mit einer Sprengfalle getötet und eine Mutter mit ihrer Tochter verletzt haben. Die Ermittler fürchten, dass er weitere Sprengfallen hinterlassen hat.

Kaiserslautern/Rheinland-Pfalz: Polizei befürchtet weitere Sprengfallen nach tödlicher Explosion

Update vom 7. März, 17:45 Uhr: Die Sonderkommission arbeitet weiterhin auf Hochtouren, um das Leben von Bernhard Graumann zu durchleuchten und weitere gefährdete Personen zu identifizieren. Bislang sind bei der Polizei über 100 telefonische Hinweise eingegangen. Diese werden ausgewertet und von den Beamten überprüft. Die Polizei ist mit Spezialhunden im Einsatz, um an möglicherweise gefährdeten Objekten weitere Sprengvorrichtungen ausfindig zu machen.

Update vom 7. März, 11:35 Uhr: „Wir können alles andere als Entwarnung geben“, sagte ein Polizeisprecher in Kaiserslautern am Donnerstag, nachdem in der Pfalz eine weitere Sprengfalle von Bernhard Graumann gefunden wurde. Die Behörden gehen von einem rücksichtslosen Rachefeldzug des 59-jährigen Gärtners aus, der am Freitag tot in seinem Haus gefunden wurde. Die Ermittler befürchten, dass er weitere Sprengsätze hinterlassen hat.

Explosion in Rheinland-Pfalz: Toter Gärtner nimmt Rache mit Sprengsätzen

Der Sprecher der Polizei bestätigt auch, dass Ermittler der Sonderkommission in einem Carport in Fischbach (Kaiserslautern) am Mittwoch einen manipulierten Holzscheit entdeckten. „Wir erhielten einen Hinweis und Spürhunde fanden dann einen Sprengsatz“, sagt er. „Er hätte einen Kaminofen zur Explosion bringen und Menschen im Raum töten können.“ Bernhard Graumann habe gezielt Menschen im Visier gehabt, mit denen er vielleicht auch Jahre zurück einen Konflikt hatte.

Oft gelesen: 20-Jähriger rast mit PS-Monster 2 Menschen in den Tod!

Gärtner auf Rachefeldzug: Neue Sprengvorrichtung in Rheinland-Pfalz gefunden

Update vom 6. März, 18:15 Uhr: In einem Carport in Fischbach finden Ermittler der Sonderkommission eine weitere Sprengvorrichtung. Auch hier handelt es sich um ein professionell manipuliertes Holzscheit. Aufgrund der hohen Gefahr wird der Gegenstand von Spezialisten gegen 16:30 Uhr gesprengt. Es kommt keine Person zu Schaden. „Nach aktuellem Stand der Ermittlungen geht die Sonderkommission davon aus, dass es sich um eine weitere Sprengfalle des verstorbenen Bernhard G. aus Mehlingen handelt“, so die Polizei am Mittwochabend in einer Mitteilung. Auch in diesem Fall besteht zwischen der Hausbesitzerin und dem Bernhard Graumann eine konfliktbelastete geschäftliche Verbindung. Die Polizei weist erneut darauf hin, dass der Verstorbene vor seinem Tod gezielt Vorbereitungen getroffen hat, um Menschen, mit denen er Streit hatte schwer zu verletzen oder sogar zu töten. Es ist bekannt, dass Bernhard G. Böller baut. Wie Monika Rettig, Bürgermeisterin von Mehlingen, zur BILD sagt, habe der Gärtner für den Mittelalterverein Knallkörper gebaut. „Sein Markenzeichen war Schwarzpulver“, so Rettig. Sie beschreibt den Mann als unauffällig, aber auch jähzornig.

Tödliche Explosion in Rheinland-Pfalz: Hatte Mann Helfer?

Update vom 6. März, 12:36 Uhr: Mehr als 60 Hinweise sind nach einer tödlichen Explosion im pfälzischen Enkenbach-Alsenborn bei den Ermittlern eingegangen. Es gebe jedoch „keine Hinweise auf konkrete Verdachtsmomente oder eine konkrete Gefährdung“, so ein Sprecher der Polizei in Kaiserslautern am Mittwoch.

Es würden weiter Menschen überprüft, die mit Bernhard G. im Konflikt standen. Der Gärtner aus Mehlingen war am Freitag tot in seinem Haus gefunden worden. Er steht im Verdacht, im Streit einen Arzt mit einer Sprengfalle getötet und zwei Frauen in Otterberg durch eine weitere herbeigeführte Explosion verletzt zu haben. „Wir ermitteln auch, ob der Mann möglicherweise Helfer hatte“, sagte der Polizeisprecher.

Die Ursache für den Tod des Mannes sei noch unklar. „Medienberichte über einen angeblichen Freitod durch Gift können wir nicht bestätigen.“ Bestätigt wurde hingegen, dass der Sohn des Verdächtigen als Polizeibeamter arbeitet. „Er ist natürlich nicht an den Ermittlungen beteiligt.“

Explosion in Rheinland-Pfalz: Obduktion des Verdächtigen ohne Ergebnis

Update vom 5. März 2019, 15.11 Uhr: Die Obduktion von Bernhard G. wurde am Montag (4. März) ohne Ergebnis beendet. Fest stehe allerdings, dass es keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt. Das erklärte die Polizei in einer Mitteilung. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung hat die Sonderkommission ein Objekt in Siegelbach untersucht, dort aber keine explosiven Stoffe gefunden. Auch weitere Maßnahmen wären ohne Ergebnis geblieben. Die beiden Personen, die bei der Explosion am Sonntag in Otterberg verletzt wurden, wären mittlerweile ärztlich versorgt worden. Es handelt sich dabei um Mutter und Tochter. Die Tochter befände sich derzeit auch noch im Krankenhaus – es bestehe aber keine Lebensgefahr.

Angst vor erneutem Bomben-Anschlag! Lauter Knall erschüttert Kaiserslautern

Update vom 5. März 2019 um 12 Uhr: Helle Aufregung in Kaiserslautern! Um die Mittagszeit gehen zahlreiche Anrufe bei der Polizei ein – dabei melden die Zeugen übereinstimmend einen extrem lauten Knall im östlichen Gebiet der Stadt. Viele befürchten offenbar, dass es sich dabei um einen weiteren möglichen Sprengsatz des toten Gärtners Bernhard G. handelt, der mittels zweier Sprengfallen Anschläge auf Personen verübt haben soll, mit denen es in der Vergangenheit zu Konflikten gekommen war. Ein 64-jähriger Arzt wurde dabei getötet, zwei weitere Personen verletzt. Die Polizei hatte die Öffentlichkeit informiert, dass G. womöglich noch weitere Sprengfallen platziert und weitere Menschen, mit denen es zu Konflikten gekommen war, ins Visier genommen hatte. Rund 20 Minuten nach einer Twitter-Meldung kann die Polizei Kaiserslautern jedoch glücklicherweise Entwarnung geben. Offenbar handelte es sich bei dem lauten Knall lediglich um ein Überschallgeräusch eines Flugzeugs.

Update vom 5. März 2019 um 10 Uhr: Auch vier Tage nach dem Tod von Bernhard G. steht seine Todesursache noch nicht fest. Ein Sprecher der Polizei Westpfalz erklärte auf LUDWIGSHAFEN24.de-Anfrage, dass derzeit eine Autopsie und ein toxikologisches Gutachten durchgeführt würden. Das SWR berichtete davon, dass er sich vergiftet haben solle. Ein Ergebnis des Gutachtens werde am Mittwoch, vielleicht auch erst im Laufe der Woche vorliegen. Laut des Sprechers hätten sich nach dem Aufruf an die Bevölkerung schon mehrere Personen gemeldet, die persönlichen Kontakt zum mutmaßlichen Täter gehabt hätten. Diesen Hinweisen gehe die Sonderkommission nun nach. Bei der Durchsuchung des Anwesens des Verdächtigen hätten Beamte zudem Schwarzpulver und andere Gegenstände gefunden, die unter das Waffen- und Sprengstoffgesetz fallen. Diese wurden beschlagnahmt und würden nun untersucht werden.

Update vom 5. März 2019: Die Polizei hat für den Fall eine Sonderkommission aufgestellt. Diese soll überprüfen, ob es bereits andere Opfer des mutmaßlichen Täters gab. Die Motive seien weiterhin unklar. Personen, die eine "problematische private oder geschäftliche Beziehung" zu dem 59-Jährigen hatten, sollen sich bei der Polizei melden. Laut einer Mitteilung der Polizei könne nicht ausgeschlossen werden, dass er "vor seinem Tod Vorkehrungen getroffen habe, um ihnen zu schaden". Mit den bisherigen drei Opfern habe es bereits in der Vergangenheit Konflikte gegeben.

Meldung vom 4. März 2019: Derzeit stellt der Tod eines Arztes aus Enkenbach-Alsenborn (13 Kilometer von Kaiserslautern entfernt) die Polizei vor Rätsel. Am Freitagvormittag (1. März) wird der Tote in seiner Praxis gefunden. Die Beamten gehen bislang davon aus, dass eine absichtlich herbeigeführte Explosion den 64-Jährigen getötet hat.

Rätselhafter Fall in Kaiserslautern: Arzt kommt durch Sprengfalle ums Leben

Die Ermittler gehen zudem davon aus, dass der Täter eine Sprengvorrichtung an der Eingangstür zur Praxis deponiert hat. „Vermutlich wollte der getötete Arzt die getarnte Vorrichtung vom Boden aufheben. Dadurch brachte er den Gegenstand zur Explosion“, so die Polizei am Montag in einer Mitteilung. Welcher Gegenstand die Sprengung verursacht hat, ist nicht bekannt. 

Weitere Explosion: Zwei Menschen verletzt!

Wie LUDWIGSHAFEN24* berichtet, kommt es in Otterberg (9 Kilometer von Kaiserslautern) am Sonntagmorgen (3. März) zu einer weiteren Explosion. Zwei Menschen werden dabei verletzt. Laut der Polizei ist dort ein manipuliertes Holzscheit in einem Kamin explodiert. Auch hier gehen die Ermittler davon aus, dass der Täter den Gegenstand am Wohnhaus der Opfer deponiert hat. Eine Bewohnerin hat danach das Stück unbemerkt in den Kamin gelegt. 

Explosion tötet Arzt und verletzt zwei Menschen: Möglicher Täter nicht mehr am Leben!

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergeben, dass in beiden Fällen ein Mann namens Bernhard G. als Täter in Frage kommt. „Er hatte mit den Geschädigten eine persönliche beziehungsweise geschäftliche Verbindung. G. stand zu den Personen in keinem guten Verhältnis. In beiden Fällen war es in der Vergangenheit bereits zu Konflikten gekommen“, so die Polizei.  

G. kommt aus Mehlingen. Der 59-Jährige ist in der Nacht zum Freitag in seinem Haus verstorben. Die Todesumstände sind nicht bekannt und werden ermittelt. 

Arzt durch Explosion getötet: Polizei sucht Zeugen, um sie vor Täter zu schützen

Die Polizei sucht derzeit Zeugen, die Kontakt zu Bernhard G. hatten. Denn der Betreiber einer Landschaftsgärtnerei steht nicht nur im Verdacht, an der Tötung des Arztes beteiligt zu sein, sondern er könnte auch noch weitere Menschen ins Visier genommen haben: „Die Polizei hat Erkenntnisse, dass auch andere Personen, die in geschäftlicher oder persönlicher Beziehung zu G. standen, gefährdet sein könnten“, heißt es weiter. Man könne nicht ausschließen, dass G. vor seinem Tod weitere Vorbereitungen getroffen hat, um andere Menschen zu töten. 

Personen, die mit ihm in der Vergangenheit Probleme hatten, sollen sich umgehend bei der Polizei ☎ 0631 369 2660 melden

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pol/jol

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