Vater erhebt schwere Vorwürfe

Kampusch: Gab es einen zweiten Entführer?

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Natascha Kampusch

Wien - 15 Jahre ist es her, dass Natascha Kampusch entführt wurde. Ihr gelang die Flucht, der Kidnapper nahm sich das Leben. Der Vater der Entführten glaubt aber, dass es noch einen Komplizen gegeben hat.

Gab es einen zweiten Entführer von Natascha Kampusch? Das behauptet jedenfalls ihr Vater Ludwig Koch. Er erklärte, dass der beste Freund von Kidnapper Wolfgang Priklopil über Jahre hinweg der Komplize des Verbrechers war. Das berichtet die englische Daily Mail.

Das wies der beschuldigte Ernst H. jedoch zurück. Er habe nur geschäftlich mit Priklopil zu tun gehabt, privat kannte er ihn kaum.

Haben die Entführer zusammen Silvester gefeiert?

Der Vater von Natascha Kampusch widerlegt diese Aussagen aber und nennt gemeinsame Skiausflüge, Silvesterparties, Kneipenbesuche und die Spitznamen "Woody" und Wolfi", mit denen sich die Beiden angesprochen haben sollen. War da doch mehr als der geschäftliche Kontakt?

Der Vater des Entführungsopfers beschuldigt außerdem die österreichische Polizei. Sie soll bei den Ermittlungen immer wieder gepfuscht haben, um die Innenministerin Liese Prokop in einem Wahljahr zu schützen. "Das hört sich unglaublich an, aber all diese Fakten sind aus den 57.000 Akten der Polizei zu dem Fall entnommen."

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Natascha Kampusch war 1998 als Zehnjährige in Wien entführt worden, als sie auf dem Weg zur Schule war. Achteinhalb Jahre später gelang ihr der Ausbruch. Priklopil tötete sich anschließend selbst.

akl

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